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von Heldenthaten reden, die man gethan zu haben oder thu» zu«ollen vorgibt, entstanden.
Braminen, die. So nennen sich jetzt die vormaligen Brach-manen (Priester des Brama) der Indianer. Sie machen den ersten»nd edelsten Stamm in Jndostan aus, und sind Priester und Gelehrte,«eiche zugleich StaatSbedicnuugen bekleiden, und Steuern erheben.Sie haben ihrer Kaste außer dem obersten Rang die wichtigsten Vor-züge zu »erschaffen gewußt. Nach dem alten Gesetzbuch sollen dieBraminen die heiligen Bücher studiren, sich gottesdienftlichen Hand-lungen widmen, und sich vom Unterricht junger Leute gegen Bezah-lung, und durch Verrichtung gotkesdienstlicher Handlungen für Andrenähren: all-in sie haben diese Vorschriften längst überschritten, undbeschäftigen sich jetzt eben so sehr mit weltlichen als geistlichenDingen, ja es haben sich viele von ihnen sogar als Feldherren ansge-zeichnek. Sie leben äußerst mäßig, so wie die Indianer überhaupt.Uebrigens gibt es deren eine überaus große Menge.
Bramstänge deißt in der Seefahrt ein kleiner spitzzulaufendrrMast, welcher ganz oben auf dem Fockmast aufsitzt. Bramsegelist daher dasjenige oberste Segel am Mastkorb, welches an der Bram-stänge befestiget wird.
Branche, ei» Ast, Zweig, figurl. ein Handelszweig, auch derZweig einer Familie. Von manchem Geschlechte gibt es z. B. einegräfliche und eine adliche Branche. Man spricht auch wohl von einerWissenschaft, daß sie sich in mehrere Branchen oder Fächer theile.
Brand. Eine Krankheit bei Menschen, Thieren und Gewäch-sen, die gleich einem brennenden Feuer schnell um sich greift, indemdie innern Theile in eine rddtliche Entzündung gerathen. Der kalteBrand, bei welchem die entzündeten Tbeile schwarz werden undabsterben (»pft-oolus); d e r h e i ß e B r a n d, die Fäulniß der flüssi-gen Theile (ßonzz"«»»). Bei dem Viebe, besonders beim Rindviehund den Schafen, sind noch einige Arten dieser Krankheit: derschwarze oder innerliche B ran d, bei welchem das Thier plötzlichhinfällt und abstirbt und das Fleisch schwarz und verbrannt aussieht;der weiße Brand, der die innern Theile, besonders die Leber an-greift, die dann braun und dicke wird, in welchem Falle er der Le»berbraud genannt wird. Der Brand an den Bäumen ist dieje-nige Krankheit derselben, da der Stamm inwendig um daS Markherum schwarz und anbrüchig, auch auswärts die Rinde ganz an-gegriffen wird, welche dann ganz schwarz aussieht. Der Brandm Getreide hat seinen Namen von der verbrannten Farbe der Kör-ner, welche damit befallen sind. Dabei ist dieses Korn ungleich län-ger als die übrigen und steht aus der Aebre weit hervor.
Brandassecuranz, ist ein Vertrag, den eine Anzahl Per-sonen mit einander machen, worin sie sich verbindlich machen, denSchaden, den ihre Gebäude durch das Feuer leiden, gemeinschaftlichzu tragen und zum Ersatz desselben, nach Maßgabe des Werths derWohnungen, beizutragen. Herr Pros. Beckmann erzählt in seinenBeiträgen zur Geschichte der Erfindungen: daß dem Grafen AntonGünther zu Oldenburg schon im Jahre iüvy der Vorschlag gemachtwurde, die Häuser seiner Unterthanen, gegen ein jährliches Prozentvon ihrem Wende, wider Brand jiu Affccuranz zu nehmen; indessenkamen die Brand-Kassen doch erst nach 1725 auf. DiePariftr wurde*745 und die Aurbraunschweigische, als die erste in Deutschland,r? zv errichtet. Eine Prediger-Gesellschaft in Kurmärk-Brgndenburg