Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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kern, in den frühesten Zeiten ein geheimer Unterricht Stattgesunden hat, so ist dieses doch bloß in gottesdicnstlichen Sachen derFall gewesen. Was aber die philosophische Cabbala betrifft, so istder Ursprung derselben in Aegypten zu suchen, und von den Zeitendes Simeon Schetachides an zu rechnen, welcher sie aus Acgyp-ten »ach Palästina gebracht hat. Sie wurde erst im zweiten Jahr-hundert niedergeschrieben, damit sie mit der Zerstreuung des JüdischenVolks nicht verloren gehen mochte. Die neuern Ausleger haben vielFremdartiges hinein gemischt. Man theilt die Cabbala in die sym-bolische und reale. Die symbolische beschäftigt si» vorzüglichmit Buchstaben, denen sie gebeimnißvolle Bedeutungen gibt; diereale, welche der symbolischen entgegen gesetzt wird, undLeh-ren begreift, wird wieder in die theoretische und praktischeeingetheilt. Dle theoretische sucht die heilige Schrift nach dengeheimen Ueberlieferungen zu erklären, und ein philosvphischesSystenrder Metaphysik, Physik und Pneumatik aus derselben aufzustellen;diepraktische hingegen verspricht unö eine Wissenschaft, Wunderzu thun, und zwar bloß durch eine künstliche Anwendung der gött-lichen Namen und Sprüche in der heiligen Schrift. Nach der Wie-derauflcbung der Wissenschaften studirten viele gelehrte Männer dieCabbala. Unter den neuern Cabbalistcn sind vorzüglich HeinrichMorus und Christian Änvrr berühmt, welcher letztere das vor-nehmste aus den kabbalistischen Schriftsteller» in zwei lateinischenQuartanten zusammengetragen hat. Der Cabbalist, ein Anhän-ger der Cabbala.

Cabeljan (Cabliau), der, ist der Nordische und Niedersäch-lische Name eines Seefisches, der in den Nordischen Gewässern amhäufigsten gefangen wird, und gedörrt unter dem Namen Stockfisch(s. d. Art), eingesalzen aber und getrocknet unter dem Name» Klipp-fisch hinlänglich bekannt ist. Verhältnismäßig größere Schuppen zeich-nen diesen Fisch vor den übrigen seines Geschlechts aus: Kopf, Rückenund Seiten sind grau und mit gelblichen Flecken besprengt. Gewöhn-lich wird der Fisch 2 bis z Fuß lang, und oft 14 biö 20 Pfund schwer,ist Bewohner des Weltmeers, und wird nicht allein im Mittelländi-schen Meere an den Küsten von Italien, sondern auch in der Nordsee,bei der Insel Helgoland, an den Küsten von Oft- und Westfrieslaud,zwischen England und Jüttland, bei Island, im Südmecr an denKüsten von Amerika rc. gefangen. Am besten aber wird er au denKüsten von Nenftankreich und zwischen den Canadischcn Inseln inAmerika, besonders bei Terrenenve, Cap Breton :c. und am fettestenund größten an der Ostseite der große» Bank von Newsoundiand ge-sunden. Gemeiniglich halt er sich in den Tiefen des hoben Meeresauf, wo er denn zur Laichzeit an den Küste» und Bänken znm Vor-schein kommt. Als ein sehr gefräßiges Thier fallt es über jede Lock-speise her, und man bedient sich, um sie zu fangen, theils der Grund-schunr (einem wohl 200 Klafter langen Seile, woran ungefähr 10aÄugeln hangen), theils der Angelschnur, oder in Norwegen auch derSrecknctze. Da der Kabeljau ein sehr schwaches Leben bar, so stirbter sogleich ab, wen» er aus seinem salzigen Wasser in ein süfieSkommt. Uebrigens wird er sehr mannigfaltig benutze; denn theilsM man ihn an Orten, welche an der See liegen, frisch, theils wer-den das Eingeweide, die Aung en (eine große Delicateffe), derRoggen eingesalzen, theils auch der Thran ans der Leber gc-