Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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426 Cäs,

tcn." Nachdem er sich in Asien durch seine Tapferkeit und in Romdurch seine Beredsamkeit ausgezeichnet, hatte stieg er von einer Stufeder Ehre zur ankern. Ais er als Gouverneur nach Spanien ging»sav er unterwegs die Sratue Alexanders, und sagte nur Thränen imAuge: „in meinem Alter hatte er schon die Welt erobert, und ichhabe noch nicht« gethan!" Er führte oft die Worte des Euripides imMunde: „wenn es erlaubt ist, die Wahrheit und Gerechtigkeit zu ver-letzen , so ist es dieses, um zu herrschen. Nach seiner Rückkehr nachRom verband er sich mit Pompejus und Craksus, mit denen er das, wasman das erste Triumvirat nennt, bildete: und entkernte dieVertheidiger der Freikeit, den Cicero und Cato, welcher letzterevon ihm zu sagen pflegte, daß er mit kaltem Dlnte und tiefem -lach-denken damit »ingihe, die Repnblick zu Grunde zu richten. Er er-hielt das Gouvernement von Gallien, und machte jetzt den Plan,Gall en zu unteriochcn, seine siegreiche Armee gegen die Republik zuführen, und sich mit qe.vaffn-ter Hand die Oberherrschaft zu erwerben.

Er erfochtSiege in Gallien (welches er zur Römischen Provinz machte),Germanien und Großbritannien, bekam aber auch Feinde, welche ihnzu stürzen trachteten. Pompejus trennte sich von ihm, und machte,daß eln Decret gegen ihn aegeben wurde; auch Antonius arbeitete wi»der ihn. Jetzt beschloß Cäsar über den Rubicon zu gehen. Am Uferdieses FiusseS, welcher die Gränze seiner Provinz ausmachte, hielt er ,einen Augenblick — ein Schritt über diesen Fluß war das Signal zurEmpörung. Wenn ich n.cht über den Fluß gehe (sagte er zu seinenOfficieren), so bin ich verloren; und thue ich es, wie viel Unglücklichewerde ich machen!" Er ging über den Rubicon und sagte: „es istgeschehen, das Loos ist geworfen," Durch Bestechungen, durch seinAnsehen bei der Armee, sein liebenswürdiges Betragen. vorzüglichaber durch die Entncrvung Roms, gelang es ibm bald, sich den Weg !

zum Beherrscher der Königin der Welt zu bahnen. Vollkommen ,

ward ihm Rom durch die Schlacht bei Pharsalia (48 I. vor Chr. G.) !

unterwürfig, die er über den Pompejus erfocht. Er erfocht neueSiege; seinen Sieg über den König von PontuS beschreibt er selbst !

<in seinen mir unnachahmlicher Einfachheit geschriebenen Memoires, !

die den Tit-l Comnientarien fübren) mit den ihm so oft nachge-drauchten Worten „Veni. viäi, viel (Ich kam, ich sah, ich siegte)."

Er tnnmphitte zu Rom fünf Lage hinter einander, und wurde zumimmerwährenden Dictator ernannt. Er führte den Titel Imxorsrc».

Er begnügte sich jedoch nicht bloß mit kriegerischem Ruhme, sondernmachte sich auch um die Baukunst, Schifffahrr, »m die Landeskultur,die Gesetze und Gelehrsamkeit verdient. Ihm sind wir auch den ver-besserten Römischen Kalender schuldig, wobei er sich des Sosigenesaus Alerandrien bediente. Während er am thätigsten arbeitete, sichdurch vortreffliche Einrichtungen der Ehre. RvmS Beherrscher zuseyn, würdig zu machen, verschworen sich Brutus und Cassinswider sein Leben. Vergebens bar man ihn, auf seiner Hut zu seyn: I„es ist besser mit einem Male zu sterben, als den Lod jede Stundezu fürchten." Den Tag vor seiner Ermordung aß er beim Lepidus»kk ging bei Seite»,etwas zu erpediren, als einer von den Gästen dieFrage auswarf, welcher Tod der glücklichste sey, worauf ih-nen Cäsar zuvorkommend zurief: der unerwartetste. Ungeach-tet man ihn vor dem 15. März gewarnt hatte, ging er doch diesen/ Hag des Morgens in den Senat. Als er sich weigerte, die BittenM'-fler Senatoren zu erfüllen, entstand ein Worrwechscl, welcher i»