Cäs Caf 427
Thätigkeiten überging. Cascagab ihm den ersten Stich: Cäsar zogsein Schwert; als er aber sah, daß die Verschworne» von allenSeiten a»f ihn eindrangen, und unter diesen auch den Brutus er-blickte, hüllte er sich in seinen Mantel, nnd gab sich den MördernPreis. — Brutus soll sein Sohn gewesen seon. Er hatte vier Ge-mahlinnen, die Cossulia, Cornelia, Pvmpeja und Calpur-n:a; die erste und dritte verstieß er. Calpurnia harte die Nacht vorseinem Tode einen ahndungSvollen Traum; allein sn vermocyrenicht,ihn zu Hause zu erhalten. Mit der berühmten Cleopatra hatteer einen Sohn, Namens Cäfanou. Dieses war jedoch nicht die ein-zige Dame, mit derer noch in Verbindung stand.
Cäsnr, die, heißt in der Dichtkunst der Einschnitt oder Abschnitin einem Verse, oder die Stelle, welche zu einem kleinen merkbarenNnhepurkte dient. Eben so heißt auch in der Musik Cäsur derTheil erner musikalischen Periode, welcher aus einigen, höchstenssechs Takten besteht, und nur einen kurzen Nuhepunkt, wo jedochnoch keineswegs ein Schluß vorbanden ist, andeutet.
6»srevl» paiibus, ein in der Untcrhaltungssprache statt-findender Ausdruck: unter sonst gleichen Umständen: wenn alles übrigegleich ist. Z. B. von zwei Gütern, deren eins in Sachsen, das an-dere in Westphalen liegt, würde ich onor-ii, xnildu- (wenn siein allen übrigen Stücken einander gleich sind) das Erstere wählen.
Cassa, eins Zeitlang auch Fcodosia, vormals die größte undwichtigste Stadt in der Krimm, gegenwärtig eine Kreisstadt in derTaurischen Halb-Insel oder dem Russischen Gouvernement Launen,wurde cbedeffen ihrer Wichtigkeit wegen das Krimmische Konstantino-xel genannt. Sie hatte den Flor ihrer Handlung von der letztenHalste des dreizehnten bis gegen das Ende des fünfzehnten Jahr-hunderts den Genuesern zu danken, die sich hier ansiedelten und denensie die Türken 1474 abnahmen. Damals stieg die Bevölkerung überj einige 100,000 Menschen. Sie ist an der Küste eines großen Busens
! vom schwarzen Meere, am Abhang eines BergeS, weitläuftig gcbauet.
! Den 19. Juli 1770 wurde sie von dem Russischen General Dolgorucki
mit Sturm erobert, 1774 aber dem Krimimschen Chan abgetreten.Durch den letzten Frieden ist die Stadt mir der ganzen Halb-Insel«n Rußland gekommen. Einwohner-Zahl jetzt etwa zoco. ImJahr i8oz kamen 92 Schiffe an und 74 gingen ab.
Caffarelli, diente anfangs als bloßer Offizier unter den Sar-dinischen Truppen, trat hieraus in Dienste der Republik, zeichnetesich durch seine militärischen Talente aus, ward Gcneradjutant undwohnte in diesem Charakter mehreren Feldzügen bei. Bonapartenahm ihn als Adjutant zu sich und Caffarelli ward bald zum Briga-begeneral befördert und begleitete den ersten Konsul im Juli 180znach Brüssel, wo ihm ein Sturz vom Pferde eine Wunde an derAchsel verursachte. Kaum war er wieder hergestellt, so begab er sich> nach Rom, um die Vorbereitungen der Reise des heiligen Vaters^ nach Frankreich zu treffen. Den i. Februar 1805 ward er zum Di-visionsgeneral nnd wenige Tage darauf zum Gouverneur des PalastSder Luilerien und zum Kommandant der Ehrenlegion ernannt. AnEnde des Jahrs 1805 befand er sich bei der großen Armee in Deutsch-land, übernahm in Linz das Kommando der Divistcn des GeneralBiffon, und kommandirte diese Division bei der Baraille von An-srerlitz.
Caffarelli duLalga, älterer Bruder des Vorhergehenden