Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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linische Prarls und angebliche Scdwarzekunst biS jetzt gewesen war.Er lernte nämlich ein junges Mädchen, die Tochter eines Gürtlers,kennen. Sie schien ihm zur Ausführung seiner Plane > welche aufGclv-rwerb und Betrügereien abgesehen waren, vorzüglich geschickt.Er verband sich daher mit ihr, und zwang sie bald Darauf, seine schänd-lich.n üosichren mit dem Bert,ist ihrer eigene» Tugend befördern znbellen. Nun nahmen seine Wanderschaften auf welchen er sich zumehrerer Empfehlung höbe Titel beilegte, nnd er st unrer dem Namendes March.se Pellegrini, und dann des Grafen Cagltostrv auftrat,ihren Ansang. Er durchzog als wahrer Vagatuno mehrere Länder

> Europ as, verweilte in den Hauptstädten derselben, und verschaffte^ sich durch die Gefälligkeit feiner Frau. die er aste weibliche Sprödig-! kett zu verläugnc,, genöthigt hatte, beträchtlttde Summen. Wir

finbea unsern Helden i» Madrid, Lissabon, Pawls , London und ei-ner Menge anderer Städte; überall weiß er fern zu betrügen, undimmer ist er so glücklich, sich noch zeitig genug durch die Flucht zureite», weun zuweilen einem ooer dem andern Betrogenen die Au-gen aufgegangen waren, und die wachende Gerechtigkeit den Betrü-ger zu entlarven drohte. Auffindung des Steines der Weise», Zu-bereitung einer köstlichen Lebeustinctur, und andere treffliche Univer-saieffenzen, welche nur durch geheime Operationen hervorgebrachtI werden können,^ waren immer der Ball, womit Caglivstro seine' leichtgläubig.n Jünger um euie verhältnißmäßiKe Einlage an baremGelde spielen ließ. Manche u vllren sich nicht gerade von ihm in dieLiefen der Magie einweihen lassen, sonder» begnügten sich, für an-sehnliche Summen andere Arzneimittel zn erhandeln, unter denensich besonder« e,u Schbnhettswasser befand, womit Caglivstro alle alteDamen von den fatalen Runzeln im Gesicht zu befreie» versprach.

^ Dieß einträgliche Handwerk trieb unser Held mehrere Jahre. Daaber mir der abnenmenden Schönheit seiner Frau, vi»le eintrag-l liche Hülfsqnellcn für ibn zu versiegen anfingen , und der Handel mit! den Medicamenten auch zu stocke» begann: so beschloß er als Stifterl einer neuen und geheimen Sccte fein Glück zu versuchen, ließ sichdeßwegen bei seinem zweiten Aufenthalt in London zum Freimaureraufnehmen, und spielte seitdem die Rolle eines Wuuderthäters undMagiers, worin er die Augen aller schwärmerischen Köpfe Europensauf sich zog. Die Grass» Caglivstro blieb ihrer Seils auch nicht un-thätig; sie war die erste und gelehrigste Schülerin ihres Mannes,

, und spielte uunmehr die Rolle einer Priesterin der gebeimen Weis-

> heil eben so meisterhaft, als sie vorher die Priesterin einer gewissenandern Göttin gespielt hatte. Das System, wodurch Caglivstro einenallen Aegyptlschen Orden, dessen Stifter Envch und Elias gewesenseyn sollten, wiederherstellen wollte, war ein Lehrgebäude der abge-schmacktesten Träuniereftn und des aberwitzigsten Unsinns; aber derAnstrich des Ueberirdischen und Geheimmßvvllen, womit eS über-tüncht war, und die täuichende Wunderkraft feines Urhebers, wel-cher bald mit der anscheinlichsten Uneigennützigkeit Kranke uuentgeld-l:ch curirte, bald als großer Cophta (diesen Namen hatte er sich alsWiederhcrfteller der Aegyptischen Maurere» beigelegt) die Geheimnisseder Zukunft offenbarte, erwarben idm viel Freund« und Beförderer.Cagliosiro durchstreifte abermals Europa, und machte besonders inMilan, Skraßburg, Lyon und Paris ungemeincs Aufsehen. Beifeinem Aufenthalt in der letzt genannten Stadt (l?85) harte er daSlinglück, in die berüchtigte Halsdandgkichichte verwickelt z« werden.