Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Jntriguenstücke sind, voll von Verwicklungen und reich an den interes»santesten Situationen; andere sind heroische Komödien, wieder an-dere historische Schauspiele, deren einige den Namen der Tragödieverdienen. Die Krone von diesen ist der standhafte Prinz,der unter den romantischen Tragödien ersten Ranges einen ehrenvol-len P.atz verdient. Außerdem hat man von Ealderon noch y; äuro,»aelsiiientLies, 200 t-oss (Vorspiele) und ioo Lax»«t«» (Divertis-sements). Seine kleineren Gedichte, Lieder, Sonetten, Romanzen«.«.sind, ungeachtet des nicht geringen Beifalls, den ihnen desDichters Zeitgenossen ertheilten, in Vergessenheit gerathen; seineSchauspiele allein haben, ihm Unsterblichkeit verschafft. Die vollstän-digste Ausgabe derselben ist die von D. 2"«" de Vera Tassis yWillarel besorgte (Madr. 1635. y Bde.). Uns Deutschen hatÄ. W. Schlegel mit einer meisterhaften Uebersetzung derselben znbeschenken angefangen (Bell. i8a>3- I8o6.), deren Vollendung.jederFreund der Poesie mit Sehnsucht erwartet. Au wünschen wäre vo«derselben Meisterhand, die in den Vorlesungen über drama-tische Kunst und.Literatur eine Charakteristik Calderoos ge-liefert hat. eine vollständige Parallele dieses Spanischen Dichters mirseinem Geistesverwandten Shakespear. Was Schleg l über dieIronie Beider gesagt hat, darf von Keinem übersehen werden, demes um wahre Einsicht hierin Ernst ist. Sonder Awcifel muß mansich mancher ästhetischen Vorurtheile ratschlagen, um dieses glänzendeGenie richtig zu würdigen; muß ihn aber zugleich auch nach demMaßstabe seines Jahrhunderts messen. Au bedauern ist es, daßman die Werke Calderons nicht chronologisch geordnet bat. Wir wur-den dann auch sehen, wie bei dem Dichter, je später, desto tiefer»der Mvsticismus Wurzel schlug. In einem Alter von 62 Jahre»wurde er förmlich Priester, und in die Kongregation von St. Pedroaufgenommen-, in welcher er sein ganzes übriges Leben blieb. 1687erwählte sie ihn zu ihrem 6»pol,u -naxor. Noch in demselben Jahrestarb er, ein Greis von 86 Zähren, und vermachte aus Dankbarkeitlener Kongregation sein ganzes bedeutendes Vermögen.

Calembourg, ein Französisches Wortspiel- In einem wet-tern Sinne heißen überhaupt witzige Einfälle und Wortspiele, dieia kleinen niedlichen Gedichtchen ausgedrückt werden, tUsmbourß».AIs ein Beispiel der ersten Art führen wir hier einen Calembourg,an:Ein Räuber forderte einem Reisenden die Börse ab mit dem gewöhn-lichen Ausdruck, indem er ihm die Pistole auf die Brust setzte: tuooursv oir tä vts (die Börse oder ich erschieße dich). t'ourt'avis (ls viv), erwiederte dieser trocken, te Msillsui gus js von»(mis,s lloimsr, v'esl sto Hnitlsi votio msrtsr, »un» Hnot von»psncku; kk p>oui Is t>one»s (den Haarbeutel) jv u'on»PLS, x»rooc;us ss porls un cuitoKun (A o p f).

. Calender, der; der Almanach, das Jahrbuch, das Vcr-ieichuiß der Ordnung der Tage, Wochen und Monate. Diese Be-nennung kommt von dem Lateinischen Worte Oslsnäss, welches denersten Tag des Monats bezeichnete. In dem christlichen Europa sindWende Calender merkwürdig. Zuerst der Iulianische, welchen-äulms Cäsar mit dem Svsigcnes, einem berühmten Astronomen ausAlerandrien, machte, und- dessen sich noch jetzt die Russen bedienen.Na-d diesem Calender war das Sonnenjahr (Julius Cäsat verbanntedas Mondenjahr, welches Rvmulus eingeführt und Numa schlechtverbessert hatte) zu zöz Lagen, 6 Stunden berechnet, anstatt daß es