Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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wadlin in ihrem Roman t l.«» »ouvsli«», on lo, stiv»rria»«m«nl»6e I» prinve»,« >iciäi»ns, den Gemahl noch übertroffen. Auch inDeutschland wurde in der letzter» Hälfte des 17. Jahrhunderrs dieseGarrung von Romanen Mode, die Aramena, Octavia des HerzogsAarou Ulrich von Braunschweig u. a. waren dieser Art.

Calvarienberg, Golgatha. In der Evangelischen Geschichteistes ein Berg oder Ort, der ehemals außer der Stadt Jeruialemge-legen, jetzt aber mit in dessen Ringmauer eingeschlossen ist. Aufdiesem Berge steht die größte und vornehmste Kirche in Palästina,welche die heil. Helena, Kaisers Konstantin Mutter, im 4. Jahr-hundert zu bauen angeordnet hat-

Calvin, eigentlich Chauvin (Joh.), ein berühmter Glau-bensverbesserer und einer der größten Kopse seiner Zeit, geboren den10. Iulr izoy zu Noyon in der Picardie, studirte anfangs dieRechte, las aber darneben die heilige Schrift. Wie und wenn ihmdre Lehrsätze der Protestanten bekannt worden sind, ist nicht ausge-macht. Er war einer der ersten, die deswegen Verfolgung inKrankreich ausstehen mußten» und flüchtete daher nach Basel., SeinUnterricht der christlichen Religion, den er damals herausgab, fandaußerordentlichen Beifall, und er wurde sogar na» Ferrara gerufen,die Herzogin daselbst in der unternommenen Reformationen unter-stützen. Allein ihre Bemühungen waren fruchtlos, und Calvinging nach Frankreich; von da wollte er durch Savoyen und Genf wie-der na» Basel oder Srrasburg; allein bei der Durchreise durch Genfrzzü wurde ihm eine theologische Professur angetragen, und er bliebdaselbst. In der Folge mußte er die Stadt räumen, und wurde Leh-rer der Theologie in Gtrasbnrg, aber 1541 ward er wieder nach Gensberufen. Hier entwarf er eine Glaubeusform, welche die Genfer be-schwören mußten, errichtete ein Consistvrium, dessen Gewalt großwar, disputirle 1558 mit dem unglücklichen Gerverus, trug zuHessen Verbrennung bei, ungeachtet er in seinen Institutionen aus-drücklich behauptet, man solle die Ketzer nicht am Leben strafen, undstarb den 27. Mai 1564. Calvin war ein eben so eifriger, durchCorrespondenz und Vielschreiben eben so wirksamer Mann als dieWilteubcrgischenReformatoren, und vielleicht ihnen allein an schöner,durch klassische Litteratur geübter Feiuherl des Geistes weit überlegen.Die refornnrte Kirche erhielt durch ihn ihr erstes pbilo,ophi>ch-kon-sequentes und durch Eleganz der Darstellung ausgezeichnetes Systemder Glaubenslehre. Auffallend ist es, daß ein so aufgeklärterMann, trotz seiner sonst so vvrtreflichen Eregese, auf die Meinungeiner göttlich willkührljchen Prädestination gewisser Menschen zumewigen Verderben gerathen konnte. Er war in seinem ganzen Lebenein warmer Verehrer der Lugend, aber dabei ehrgeizig, ungestümund hartherzig.

Camayeu. Die Darstellung eines Gegenstandes mit einer ein-zigen Farbe, wobei bloß Licht und Schalten beobachtet und in ihre»gehörigen Derschießungen und Abstufungen nachgeahmt sind, wirdsm eigentlichsten Sinne Camapeu genannt. Man gibt aber auchwohl Darstellungen von zwei oder drei Farben , wobei keine genauereNachbildung der Farben der Natur gedenkbar ist, diesen Namen..

Cam bareres ( 2 . I. R-'gis von), Herzog von Parma, Fürst,Crzkanzler von Frankreich. Geboren zu Montpellier aus einer Fa-milie angesehener Rechtsgelehrten, ward Parlamenksrath zuTouloust.Nachdem er sich zu Anfange der Revolution verschiedenen Skaarsgr-