Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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mit einander, der Unterthanen mit ihrer Landesherrschaft, auch,vermittelst der Appellation, über die Streitigkeiten der mittelbarenUnterthanen des Deutschen Reichs mit einander; jedoch hatten dieKurfürsten und verschiedene sürstl. Häuser das Privilegium» daß vonihnen an die Reichsgerichte nicht appellier werden durfte. E.Reichs-hvfrakh. — Cammerherr, an den Hosen Herren von Adel, welchedie Aufwartung einer sürstl. Person in ihren Eammer» oder Ammernhaben und welche an großen Höfen unrer einem Obercammrrherr«heben. An ihren Kleidern tragen sie hinten zum Zeichen ihres Am»teö einen kleinen goldenen Schlüssel: Cammerhcrrn-Schlüssel.

Cammeralwisse ntchafr, Cammeralistik, wird bald inrengern bald im weiteren Sinne genommen. Im engeren Sinne neh-men sie viele für gleichbedeutend nut Kinanzwissenschaft, wel-che die Bedingungen aufstellt, nach welchen das Staatsvermögeu au-dem Nationalvermögen gebildet werden muß- Diesemnach beschranktesie sich bloß aufCrwerb der Einkünfte der Fürsten und Staaten.Andere hingegen dehnen ihren Umfang weiter aus, indem sie nichtbloß den Erwerb, sondern auch die Anwendung jener Einkünftehiermit berücksichtigen, und demnach die Staatswirrhscbaftzugleich in diesen Kreis ziehen, welche sich zur Finan,Wissenschaft ver-halt wie Praris zur Lbeorie. Mag man aber die Cammeralistik i»engerem oder weiterem Sinne nehmen, so ist immer gewiß, daß siesich ausdie Gewerbwisienschaft der Staatsdurger gründet, unddaß keiner ein guter Cammeralist seyn könne, der nicht diese gründ-lich versteht. Hiermit erweitert si» der umfang der zur Cammera»listik gehörigen Kenntnisse und Wissenschaften gar sehr, und nochweit mehr durch Hinzuziehung nöthiger und unentbehrlicher Hülfs»Wissenschaften, welche alle Modifikationen des bürgerlichen Lebensumfassen» die aus den Verhältnissen entspringen, in welchen diePersonen, aus denen der Skaatsverein besteht, zu den Sachen stehen.Dies alles kann nur dentli» eingesehen und übersehen werden, wen»man die reine und angewandte Staatslehre in ihrem ganzen Umfangekennt. Wir verspüren deshalb bis dahin eine ausführlichere Uebersicht:mich der Cammeralistik, und bemerken hier bloß »och, daß sie ihre»Namen von den Cammern habe, d. i. den Bewahrungsörtern dergenannten Einkünfte. I" Schatzkammer, Cammerrath u. s»w: ist jener Ausdruck noch üblich. S. Kammer.

. Camoens tLuis de) ein berühmter portugiesischer Dichter und«ne merkwürdige Erscheinung des sechszehnteu Jahrhundekts. Ge-boren ungefähr 1524 zu Lissabon, und zwar aus adelicber Familiesein Vater war See Capital» — genoß er eine sehr angemesseneErziehung zu einer Zeit, wo gerade sein Vaterland auf der höchste»Stufe seines Flors stand. Die damaligen Entdeckungen und Helden-thaten der Portugiesen in Indien begeisterten auch den jungen Ca-moens, welcher auf der eben damals gestifteten Universität Coim-°r» einer der ersten Zöglinge war. Hang zur Poesie erhielt bald befihm das Uebergewicdt; seine Schwärmereien fanden eben so bald,ms er von der Universität nach Lissabon zurück kam, noch mehr Nah-tu»» durch einen Liebesbanbel, von dem nur so viel bekannt ist , daß»User Dichter darüber aus Lissabon verwiesen wurde. Jetzt ging erMit einer Ervedirion gegen die Ungläubigen alsVoloutair nach Afri-t», wo er mit vieler Bravvur focht, aber in einem Seegefechte i»Lonv. Lex. Erster Sand. Ff