Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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, änderte mir Zeit, Ort und Namen, verlegte feine Scene von einer

I Insel im Miktelmeere in eine derKaraiben beim Ausflüsse des Oronoko,

' nannte seinen Abenteurer Robinson, ließ ihn durch Sturm und Schiff-, bruch dahin verschlage» werden, verlängerte seinen Aufenrhalt bis zu

' acht und zwanzig Jahren, uns versezre die Geschichte rückwärts m

, d.e Mine des siebzehnten Jahrhunderts, woraus denn die bekannte

f und so oft nachgeahmte Geschichte des Robinson Crusoe entstand.

' Rousseau fand dieses Buch besonders empfeblungswerrh für seinen Ae-

' mil. Wirklich ist es auch vorzüglich geschickt, dem jugendlichen Alter

t die Nothwendigkeit einer frühe» Gewöhnung zum Fleiß und Aufmerk-

, samkeit aus häusliche und bürgerlche Geschäfte, zur Unabhängigkeit

' von äußerer Bequemlichkeit, zur Würdigung der wahren Güter deS

. Lebens. zum Gebet und Vertrauen auf eine Vorsehung, zur Uebung

l des Erfinoungsgeistes, Schätzung mancher unerkannten Wohlthäte»

. des gesellschaftlichen Lebens, und viele heilsame Erziebungsregeln an-

l schaustcy zu machen, illur war Schreibart und Einkleidung zu sehr

veraltet, als daß es ohne Widerwillen gelesen werden konnte. Wezelsiug daher an, diesen englischen Robinson zusammengezogen und umge»

^ arbeitet in dem „zweiten Jahrgange des Dessauischen philanthropi>chen„Lehrbuchs" stückweis einzurücken. Campe harre zu gleicher Zeit de»l nämlichen Gedanken, steß sich aber durch das Zuvorkommen Wezels, nicht irre machen, sondern kündigte sein Vorhaben noch unter einemneue» Gesichtspunkte an. Beide ließen nun ihre Arbeit, der eine z«

. Leipzig, der andere in Hamburg erscheinen. Aber Campe's Umschmcl-i jung der alten gedehnten Schreibart in einen leichten unrerhalrende»

. Erzählungsron, die Einkleidung in Gespräche, die, besonders für Kin-der, so lehrreichen Bemerkungen aus dem menschlichen Leben, der Na-' turgeschichre, der Geographie, der Schiffahrt, erheben dieses Buch, nicht nur um üblich weit über das Original, sondern machen selbst der. sonst guten, aber dem Faffungskreise der Kinder weniger angemessene»

' Umarbeitung Wezels den Rang streitig. Fast eben so verbreitet undvielfach überftzt ist Campe's Lheophron oder der erfahrne Rathgeberfür die uncrfahrne Jugend. Sein Wörterbuch der deutschen Spracheist nun vollendet, besteht in 5 Bänden in 4. (,ö 6 Nthlr.) und ist dasvollständigste Werk welches wir besitzen. Der eigentliche Ausarbeitetdesselben ist nicht Campe selbst, sondern Herr Theodor Bernd. Durch! einige Proben in der Dichtkunst hat er auch bewiesen, daß er ei»l lehrreicher und angenehmer Dicht r seyn könnte, wenn er wollte. Er, befand sich 1789 in Paris, und wurde nun enthusiastischer Lobredncc, der französischen Revolution damaliger Zeit. Seine aus PariS ge-schriebenen Briefe erschienen zuerst im Braunschweigischen Journale,»nd erregten große Aufmerksamkeit. Sie kamen dann gesammlet her-! »us. Campe wurde dieser Briefe wegen häufig ernstlich und mit Spott' "»gegriffen. Sie lind in der That sehr freimüthig und kühn, mitdwreissender Beredsamkeit, Wärme und Malerei geschrieben, enthal-ten aber freilich auch viele selbst lächerliche Uebertreibungen, die sich^ "ur mir dem damaligen allgemeinen und gerechten Enthusiasmus fürdie ihre Fesseln zerbrechende Französische Nation und ihre Repräseu-! tanken, bei einem so ruhigen Denker als Campe erklären lassen.

. Campeche, i) ein Stück von dem Meerbusen >n Meriko, Spa-rst» gehörig, an dessen Küsten das berühmte Cam pecheholzwachst, das zum Vivletfärben» feit einiger Zeit auch gegen die Ruhrgebraucht wird; 2) eine wohlgebaute Stadt nebst einem Hafen in derHMnstl Jucatä», in Neuspanieu in Nordamerika.