Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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hierüber eine Hgcne Abhandlung von ihm, die er in der Zeichenschulezu Amsterdam 1790 vorlas. Er erklärt sich gegen die Meinung iener,welche behaupten, es gebe in der Natur eine ewige, unveränderlicheSchönheit der Form, und alle vernünftige Wesen besaßen enie auge-torne Empfänglichkeit für dieselbe. Dagegen sucht er zu erweise», daßdie Nanir in der Bildung der Körper, vorzüglich der thierischen, nichtsanders bezweckte, als bloß die Nützlichkeit der konsriruriven Theile,keineswegs aber feste Verhältnisse: daß folglich an den Formen derThiere keine unveränderliche, ewige, durch Regeln bestimmbare Schön-heit hafte» könne. Wer jemals ül'er das Wesen der bildenden Kunsternstlich nachgedacht hat, der weiß, wie wichtig eine Untersuchung hier-über ist, in welche wir hier nicht tiefer eingehen kdnn.n. Bedeuten!»für die Theorie der bildenden Kunst ist auch seine Schrift über Verbin-dung der Anatomie mit den zeichnenden Künsten, welche man am be-ste» in der englischen Ucbersetzung von Eogan zur Hand nimmt» durchdessen Zusätze und Veränderungen die wichtige Schrift uoch sehr ge-wonnen hat. Sie enthält eine Untersuchung über die natürliche Ver-schiedenheit der Gesichter bei Personen aus verschiedenen Ländern undLebensperioben, über die Schändest in der alten Schnitzbildnerei,, nebsteiner neuen Methode, Kopfe, natürliche Gestalten und Bildnisse ein-zelner Personen richtig zu skizziren.

So vielfache Verdienste als Camper hatte (er schrieb zudem in 4Sprayen, und erhielt bei verschiedenen Akademie» zehn Mal de»Preis) bliebe» nicht ohne Anerkennung. Nachdem er seine Studie«z« Leiden absolvirt hatte und auf Reisen gegangen war, erhielt er z«Genf den Ruf zum Professor der Philosophie, Medicin und Chirurgiein Franeker. Nach einigen Jahren lehrte er dieselben Wiffenschaste«zu Amsterdam, dann zu Groningen. Hierauf privatisirte er zu Fra-neker, erhielt seit 1787 Sitz im Staatsrath, und zog deshalb nachHaag, wo er starb. In der Pererskirche zu Leiden steht sein einfachesDenkmal aus Marmor, ein Brustbild auf einem Piedestal, welchemName, Geburcs- und Sterbetag eingegraren sind. Lebensbeschr. a. d.Holl. von I. B. Keup. Steudal 1792. 8-

Camp her, der; das weiße, flüchtige, feste Harz des Campher-banmes, welcher in Japan zu Hause ist. Das Harz, welches vo»selbst aus dem Baume schwizc, ist sehr selten, daher wird das meisteaus den Zweigen und Blättern dieses Baumes destillirt und in Hol-land gereinigt. Wird dasselbe in Brantwein und Weingeist aufgelöst,so entstehet der Eampherspirttus. Campherbaum, ein Baum,welcher mit dem Lorbeerbäume zu einerlei Geschlecht gehört, immergrüne lanzenförmige Blätter mit drei Nerven hat, in Japan und de«benachbarten Inseln wächst, und welcher besonders den Campher liefert(f.a>iru, e»mplr«r» l..). Man gewinnt denselben daraus durch Aus-kochen der Wurzel und des Stammes und durchs Destillireu des Aus-gekochten. Diesen nennt man gemeinen oder künstlich bereiteten Cam-pher, zum Unterschiebe von dem selbst bei den Japanern sehr kostbare»natürlichen, weicher sich bei einer andern Garkung des EampherbamnSauf Bornes und Sumatra, der eyrunde, scharf zugespitzte Blat-ter und große tulpensörmige Blumen bat, cL-mphor» »umarr».ue zwischen den Holzfasern in dünnen Vlättcheu ansezt und sichda, wo eine Orffnunq befindlich ist, in Klümpcheu sammlet- Von al-ter» Bäumen tröpfelt es aus den von selbst aufgesprungenen Zwerge»>» Msiger Gestalt, und wird in Gesäßes, die man «ntersezt, aufge-fangen; diese« nennt man C a m p h e r ö l.