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, Camps Formido, gewöhnlich, aber unrichtig, Camps For- ^Mio, ein kleines Castell bei (oder vielmehr.eine Vorstadt von) lldiue, Lim ehemaligen Oesterreichischen Friaul, oder im gegenwärtigen Depar- 'tement Paffseriano im Königreich Italien. Dieser unbekannte undunbedeutende Ort wurde durch den Friesensschluß merkwürdig, derdajelvst in der Nacht vom 17. auf den i c. Okt. 1797 zwischen Oester-reich und Frankreich uns zwar von Seiten Oesterreichs von den Ge-sandten Cobeuzl, Merveld., Degelmann und Marchese de Gallv, von .Seiten Frankreichs vom General Bonaparte unterzeichnet wurde.Daß der Friede hier, und nicht entweder zn Udine, wo die Oester-reichiicheu Bevollmächtigten, oder zu Passeriano, wo Bouaparre, sichaufhielt, unrerzeichnec wurde,, geschah wahrscheinlich, um emem Rang-streit auszuweichen, indem derjenige Theil, in dessen Aufenthaltsortedie Unterzeichnung erfolgt wäre, den Vorzug des Ranges hatte be-haupten tonnen. Die Hauprbedingungcn dieses Friedens, dem scheusechs Monate vorher (am in. April 1797) die Friedenspräliminarienzu Eckenmald bei Leoben in Sceiermark vorausgegangen waren, kom-men m dem Art. Revolution von Frankreich vor.
Camus, A. G., Rarh des Kurfürsten von Trier und desHauses Salm-Salm, Mitglied der Akademie der Inschriften, De-purirccr bei der Generalstandeversammlung und dem Conveut,rc., .wae bei dem Ausbruche der Revolution Advokat der Geistlichkeit inParis, und ward »789 von dem dritten Stande dieser Stadt zumDeputieren bei oer Generalstandeversammlung ernannt, Er trug mitdem Prästdenten die Papiere aus dem Saale, als er geschloffenwurde, um zur königlichen Sitzung eingerichtet zu werden, half ihmdie Versammlung im Ballhause bilden, und leistete ihm den Eiddiejes berüchtigten Tages. Im August bestriit er die Anleihe, wel-che Stecker in Vorschlag gebracht hatte, und ward darauf Archivar.Den 28. ernannte ihn die Versammlung zum Präsident. Er «hobsich den 26- Dec. gegen die übertriebene Größe der Pensionen, undbrachte es dahin, daß sie bis auf die des Feldmarschalls Luckner undder Erven von Affas sämmtlich heruntergejezr wurden. Den zten2 »lt verlangte er die Aufhebung aller Ritterorden, und aller aufGeburrsunterscheidung sich gründenden Verbindungen, und that def-tige Ausfalle gegen den Adel. Während der gesetzgebenden Ver-sammlung nahm er an den öffentlichen Angelegenheiten keinen Theil.Als Pevutirrer der Oberloire beim Nationalconvent schlug er vor,Ludwrg XVI. schuldig zu erklären, und erhielt den Auftrag, die Be-schwerden oes General Dümouriez in Belgien gegen den Kriegs»«- snister und die Eommissäre des Schatzes zu untersuchen. Nach eiuekabermaligen Sendung in diese Gegenden beschloß der Couvent, auf ^seinen Bericht in der Sitzung vom zo. März, Dümouriez vor Ge-richt zu laben, und Beurnonville in Begleitung von fünf Comwss-sären zur Armee zu schicken, mit der Vollmacht, die Generale zuencsttz-n und arreriren zu können. Camus ward zu einem der Eom-missare ernannt, und benahm sich bei Dümouriez mit einem bemer-kcnswerthen Muthe und vieler Hartnäckigkeit; dieser kam ihm «betzuvor und lieferte ihn sammt secnen Kollegen in die Hände der Oe-sterreich». Er saß nach und nach in Mastrichr, Koblenz, Gpielberg,Koniagratz und Ollmutz, bis zur Auswechslung in Basel gegen dieTochter Ludwigs XVl. Den 25. Dec. 1795 trat er in den Rath der500, und ward den 2,6. zum Präsidenten ernannt. Kurz daraufschlug er die Stelle des Polizeyminjsters-aus, widme» sich wieder