464 Ca'ki
übersetzt find. Er verstand »ick. alte und fast alle neue Sprachen, !und war überhaupt ein Man» von Genie und vieler Gelehrsamkeit.
Canthariden. Spanische Fliegen, kleine längliche grüne i
Goldkäfer, haben einen widrigen Geruch, scharfen, brennneden Gc- <
schmack, und geben das Aug- oder Blasenpflaster. j
Canten, von den Cbinescn Hlisnclioli genannt, ist die Haupt- <
stadt in der Chinesischen Provinz Yusnßtniiß oder tzil-nZtopx» i
und der einzige See - und Handelsplatz, der den Europäern in Cigna >
offen steht, wiewohl auch da die Abgaben und die Einschränkungen >
überaus beschwerlich sind. Seit 1760, da Englische Schiffe von den l
Cbmesen auf einem Schleichhandel ertappt wurden, dürfen die Emu» l
päiscken Sckiffe, sie mögen seyn von welcher Nation sie wollen, nicht I
einmal mehr bei dieser Stadt s- lbst ausladen, sondern muffen etliche 1
Meilen davon, bei einer kleinen Insel, Wamp », liegen bleiben. Jedes 1
Schiff wird von Mandarinen, die dazu bestellt sind, ausgemcffe», l
und zahlt nach seiner Größe. Ein gewöhnlicher Cbinafahrer muß >
bloß an Hafengeldern, die Ein- und Ausfuhrzölle nicht mit gerech- l
net, an 6000 Piaster bezahlen. Cant 0 n ist eine der wichtigsten Hau- 1
delsstadte der Welt. Der bedeutendste Artikel der Ausfudr ist derThee, dann Firnisse, Nankings, Porzellan. Seide und Seidenstoffe, iTusche und dergl. Ehemals mußten die Europäer diese Artikel fast !ganz mit baarem Gelde bezahlen, aber seitdem die Engländer fast 'allein diesen Handel in Händen haben, führen diese von ihren Ostin-dischen Waaren und ihren Manufakturen beinahe eben so viel ein, ^als der Werth der Ausfuhr beträgt. Diese Stadt liegt am Flusse lrusto oder Tiger, und enthält an 150,000 Einwohner. Die Mis- ^sionarien gaben nach ihren gewöhnlichen Uebertreibungen von Cln'na, "auch dieser Stadt eine Million Einwohner. Auf die eigentliche !Stadt rechnet man jetzt mit Wahrscheinlichkeit an 80,000; aber auch I !der Fluß ist mit einer Anzahl von 40,000 Schiffen bedeckt, in denen ^ iFamilien wohnen. Sie liegen in Reihen nahe an einander, und lzwischen ibnen bleibt eine schmale Straße für die Fahrzeuge, welche lden Fluß hinauf- oder hinunterfahren. Die Gassen sind lang, mit ^ !breiten Steinen gepflastert und sehr reinlich. Die Häuser sind von !
Backsteinen, ein Stockwerk hoch; an denselben sind h.ntcn 2 oder; > 1Höfe» die zu Magazinen undznr Wohnung für die Frauenspersonen l
dienen. Die Vorstadt, in der die Faktoreien der Europäer sind. ist >
mit vielen kleinen Kanälen durchschnitten und die Häuser sieben dichte ^
beisammen. Mnn hat sogar auf Pfähle» sehr weit ins Wasser hinein >
reichende Häuser gebaut. Die Gossen und Rinnen sind unter der Erde i
weggeführt. An den Gebäuden findet man gewöhnlich Fenster von >
Perlmutter. Man rechnet die Tvtalausfubr der Engländer auf r >
Millionen Pf. Eterl., und ihre Einfuhr auf eben so viel. Diese An- i
gäbe dürfte aber jetzt, wo sie den Alleinhandel haben, zu geringe seyn. l
Canton, der. i) Jede Gegend, so fern dieselbe als »in Gan- !
zes betrachtet wird. 2) Insbesondere die dreizehn Swwnzer^ Repu-bliken, sowohl zusammen (die Clintons, I«» lousbl«, Eanron») als ,auch einzeln, jedoch bloß bei den Ausländern, g) Gegenwärtig in jFrankreich die Unlerabtheilung eines Departements. Jeder Cantonist wieder in Gemeinden abgetheilt. Vergl. Departements .von Frankreich. ,
Cantonniren heißt in der Militärsprache, wenn die Kriegs- ^ §Völker zwar aus dem Felde, aber noch nicht in die Winterquartiere