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chischen durch höheren, kühneren Schwung, erhabenere Ideen, grö- ,Pcre Freiheit in der Wahl der Versauen und Stellung der Verse,
«nd durch die Form ihrer Stanzen, die von den Griechischen Chörenentlehnt ist. Wie diese in Strophe, Antistrophe und Epvde ,abgetheilt sind, so auch die pindarischen Canzonen, die nach demGriechischen Dichter Pindar benannt sind, und wegen jener Venen- !uung ihrer Theile (s. darüber Chor) wohl auch caoronk -> 11 - 6r«ca lheißen. Diese Theile führen aber auch andere Namen. Bernardino ,Wota nennt sie Ball ata, Cvnkraballata und Stanz«, An- -tont» Miuturno aber Volt«, Rivolra und Stanz«, welches !alles fast mit dem Griechischen übereinstimmt. Doch ist auch hier die !Griecvische Benennung die üblichste gebliebtN. Unter den-modernen !Formen der Canzone sind zu bemerken die 6»nrons » b->Iio, einesehr alte Italiänische Dichtart» ursprünglich bestimmt zum Tanz gc- .sungeu zu werden. Daher der Name von b-lio. Tanz, Lanzmelo- .
die. Man nannte sie auch ösllar-,. Seit dem iü. Jahrhunderte ^
kommt diese Art bei den Italiänischen Dichtern nicht wehr vor.Ueber die Canzone Distesa und Marinaresea s. unter die-sen Artikeln.
Canzonctta (Poesie und Musik), i) In der Italiänische»Poesie eine Canzone aus kurzen Versen, wie bei den Dichrern desiz. Jabrbunderrs sehr im Gebrauche waren. Rinuccini und nachihm Cbiabrera haben deren in neuerer Zeit gedichtet und ihnen mehrAnmuth eingehaucht. Meist sind es Lieder inet dem Ausdruck zärtli-cher Empfindung. In der Musik versteht mau deshalb gemeiniglichdarunter 2) kleine Italiänische Lieber, aber auch z) kleine Melodie»ohne Lerl, über welche Variationen gesetzt werden.
Cap, überhaupt eine jede Landspitze, die sich ins Meer hineinerstreckt. Vorzugsweise ist dieß der Name des Vorgebirges der gu-ten Hoffnung «le banne esxeisneo), worunter man eigent-lich die südwestliche des Hotrentott nlandes in Afrika, in einem »ei-tern Sinne aber die gcsammten Besidungen der Europäer in jenemLande versteht. Die Hauptprvduktc dieser ehemaligen Holländische» ;Niederlassung, welche sich unter einem mehr gemäßigten als heißenHlmmelsstriche von der Küste über fünfzig Tagereisen landemwärtserstreckt, sind: Küchengewächse, Hülseusrüchte, Getreide, Südfrüchte,der berühmte Capwciu (auch Constanliawein genannt, weiletbei der Meierei Constantia wächst), Rindvieh, Schafe und alle Ar-ten Geflügel. Und deswegen ist auch das Cap für die Ostindienfah-rer, die hier Erfrischungen einzlinehmen pflegen, von der größte»Wichtigkeit. Die Urbewvhncr des Landes sind die Hottentotten, von ,gelbbrauner Farbe und schlankem Wüchse, die sich in mehrere Stäw- ,me abtheilen, und theils den Holländern unterworfen sind, theils !noch ganz unabhängig in herumziehenden Horden und in der Wildnißleben. Nach und nach haben sich auch viele Europäer hier niedrige- >lassen. Die einzige Stadt ist die sogenannte Capstad t, am F»ßedes Tafelberges. Das Cap wurde scbvn 149z von Barrhoio-mäus Diaz entdeckt, aber erst iüzo mitemerKolonie bepflanzt.
In dem Kriege mit Frankreich ging es an die Engländer verloren,welche im Jahre 1795 Besitz davon nahmen. Eigentlich wäre dasCap einer ungleich größer» Bevölkerung, vielleicht von einigen M"'livoen Menlchen, fähig, da man jetzr aus der ganzen Kolonie unge-fähr nur 50 bis üo,ooo Menschen zahlt. Durch den Frieden zu Anneris
(i8os) wurde eS zwar den Holländern wieder zugestanden, ledoch st,