daß der Hafen den übrigen drei kontrahkrenben Mächten (Großbritan-nien, Spanien und Frankreich) offen stehen, und diese keine andernAbgaben bezahlen sollten, als die Bataver selbst. Am letzten Decem-ber des Jahres 1802 kam zwar wieder von Seiten der Engländer,als es eben geräumt werden sollte, Gegenbefehl; doch ging dieUebergabe endlich am 21. Febr. I8oz wirklich vor sich. Au Anfangedes Jahres i zoü wurde die Capstadt, nachdem die Engländer am ü.Januar gelandet, und den 8. der Holländischen Besatzung ein Treffengeliefert hatten, durch Capitulation an die Engländer übergeven, undzugleich das Eigenthum der Batavischcn sowohl als der FranzösischenRegierung denselben überliefert. Ein wahrhaft klassisches Original-werk über das Cap har Deutschland im Jahr ign erhalte«:Reisen im südlichen Afrika in den Jabren 18OZ, 4, z und 6von Heinrich Lichrenstein. ir». 2r Band. Der Lerf. beglei-tete im Jahr i8or den General Janssens, der von dem HolländischenGouvernement nach dem Frieden von Amiens als General-Gouver-neur der Holländischen Besitzungen an der Südspitze von Afrika ange-stellt war, zuerst als Fübrer und Lehrer seines Sohnes, trat abernachher in die Dienste der Republik nnd machte unter den vortheilhaf»testen Verhältnissen, die von den ausgebreitetsten Kenntnissen unter-stützt wurden, in den benannten Jahren mehrere Reisen ins Inneredes Landes. Erd- Natur- und Völkerkunde haben durch diese Rei-sen die grdßte Bereicherung erhaltene
Cap Fran^ois, die Hauptstadt des ältern Französischen An-theils an der Insel St. Domingv in Westindien. Sie ist regelmäßigerbauet, aber offen und wird durch Batterien, eine gegen den Hafen,die andere auf der Landseite, vertheidigt. Die Zahl der Einwohner,Weiße und Schwarze, betrug 8coo. Der Hafen ist groß und tief,aber gegen die Nordwinde nicht völlig gesichert. Dre Ebene um dieStadt war schön, fruchtbar und vorereflich mir vielen Plantagen an-gebaut. Der Handel mit Zucker, Kaffee, Indigo, Baumwolle u.war auch vor der Revolution von großer Wichtigkeit; aber die Lehreron Gleichheit und Freiheit brachte der ganzen Insel und vorzüglich^ der Hauptstadt das Verderben. Durch die Neger sind die Plantagengrvßtentheils vernichtet und da sie im Jahr 1802 durch die Französi-schen Truppen aus der Stadt vertrieben wurden, vernichteten sieauch einen Theil dieser durch Brand. Am Ende des Jahrs 180zkam Cap Franyois oder die Capstadt, wie sie auw genannt wird,durch eine förmliche Belagerung der Neger und farblchten Bewohnerron St. Domingv auf das Neue in die Gewalt der Empörer undFrankreich verivr dadurch seinen letzten Platz auf der Insel. Mirdem Anfange des Jahres wurden die zurückgebliebenen weißen Ein-wohner von dem Negergcneral Dessal ine s ermordet.
Cape lle (Musik) bezeichnet « eine Gesellschaft von Tonkünst-lern, welche von große», besonders fürstlichen Personen zur Auffüh-rung der Kirchenmusik in ihren Caxellen unter der Leitung einesVorstehers, der den Namen Cavellmeister führt, iangestelltwerden. Dieser letztere muß nicht nur selbst guter Componist seyn,um bei vorkommenden Gelegenbeiten selbst ein Musiki-ück setzen z«können, sondern er muß auch alle Theile der Musik sehr gut innehaben, damit er bei der Aufführung jedem einzelnen Mikglkcde derEapelle, welcher etwa fehlt, nachhelfen, oder dasselbe sogleich wiederiurewt weisen könne, damit das Ganze vollkommen dargestellt werde.Gewöhnlich pflegt er beim Flügel oder einem Fortepiano zu dirigire»
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