Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
Seite
492
JPEG-Download
 

492

Car

desselben betrögt im Durchschnitt i6; Grad nach Fahrenheit. 2) derNeubrunnen, dessen Wasser minder heiß ist, und seit einigenJahren stark getrunken wird. Die dasigen Einwohner machen vor-treffliche Srabl - und Eisenarbeit.

Carlskrona, eine schöne Stadt mit einem vortrefflichen Ha-sen in ber Landschaft Bleckingen an der Ostsee, von dem König inSchweden Carl XI. erbaut. In dem Hafen kann die ganze Schwe-dische Flotte sicher liegen, und der Eingang wird von zwei Citadel-len beschützt. Die Stadt hat gegen -wo Einwohner. Der sehrbedeutende Handel besteht hauptsächlich in Theer, Brettern» Pot-asche, Tabak und Marmor.

Carls ruhe, die Residenz des Grvßherzogkhums Baden, eineoffene, aber regelmäßig gebaute Stadr, mit einem Schlosse; vonwelchem zwei und dreißig Alleen durch den Wals gehen, wovon neundie Hauptgassen der Stadt ausmachen. Die Volksmenge beträgt10500 Menschen; auch ist ein Gymnasium illustre, merkwürdigeKunst- und Naturalien-Sammlungen, Knnstwerkstätre u. dergl.daselbst. Sie wurde 1715 vom Markgrafen Carl Wilhelm Anfangsals Jagdschloß, dann als Residenz, nebst der ersten Anlage der Stadtdamals mit meist hölzernen Häusern erbaut. Aber erst der 18Hverstorbene Gropberzog, Carl Friedrich, verschönerte und vergrößerte siewährend seiner Regierungsjahre. Der erste Plan zur Erbauung istbeibehalten, aber nie ganz ausgeführt worden; denn nach demselbensollte das Resioenzschlvß init leinen beiden Seitenflügeln und schönenGärten das Centrum der Stadt bilden, in proporrionirrem Abständerings umher 32 aus dem Mittelpunkte auslautende Nadri eben s»viele Hauptstraßen nach allen Richtungen werden. Aber nur neunvon diesen Straßen wurden wirklich ausgeführt. Die übrigen wer-den durch große Pappel-Alleen bezeichnet.

Carmagn 0 le, die, zur Zeit der Revolution ein patriotischerTanz der Franzosen, der mit Gesang begleitet war; der Gesangsing an: m->ciome Veto avoir xroinis etc. Sein Ursprung fällt indie Zeit der Volkserbittcrnng gegen das Vetorecht und der Ermor-dung der Schweizergarden und Dolchritter. Dieser Ausdruck, wel-cher wahrscheinlich von der Piemontesischen S.adt Carmagnole her-kommt, wurde im gemeinen Leben sehr üblich. — Der Carmag-nol, so nannte man in Frankreich jeden Bürger, der bereit war,oder so that, für das, was man damals Freiheit nannte, sein Le-ben zu lassen. — Verirs Llsimaxiiole» heiße» in Paris dieklein, n Bedienten, wahrscheinlich auch von der erwähnten «todt.

Carmeliter, die, sind Mönche und Nonnen, welche zwarden Propheten Ellas für den Stifter ihres Ordens ausgeben, derenwahrer Ursprung aber auf dem Berge Carmel in Syrien zu suchenist, wo der Orden im Anfange des 12. Jahrhunderts errichtet wurde,eine eigene Regel von Jerusalem aus erhielt, und von da sich nachEuropa wandte. Diese Mönche haben die Franziskaner-Kleidung,und tragen überdieß noch einen weißen Mantel und schwarzen Hut,Ein neuer Zweig derselben, die Carmeliter-Barfüßer, ivelche znden Bettelmöncken gehören, wurde im iü. Jahrhunderte in Spa-nien von der heiligen Theresia gestiftet. ^ ^

Carmiu, der, die schönste und feinste carmesiürothe Farbe,die man in der Malerei hat. Sie wird aus den feinsten Theilender Cochenille gemacht, und ist daher von hohem Preis.Carmoisin oder carmeil», hochroth.