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Diese entsteht erst durch Jdealisirung. Man denke hierbei nurni»k an Verschönerung, denn wie es eine Jdealisirung ins Schö-nere gibt, so gibt es auch eine ins .häßliche; dort und dick wirddas jedesmalige Charakteristische bis zu dem Punkte der mögliche»Vollkommenheit gesteigert. Die Vollkommenheit im Schlechten wirdnatürlicherweise, je mehr sie erreicht worden ist, nur um so sicht-barere «»Vollkommenheit in moralischer und ästhen,cher Hinsicht;eben diese «„Vollkommenheiten aber ironisch als Ideale ausgestelltsind die eigentlichen Caricaturen, die man deshalb erklären kannals: Ideale geistiger Mißbildungen im angemessen»»Ausdruck «nd entsprechender Gestaltung des Körpers,wenn man vornehmlich ans bildende Kunst sieht, oder Handlungs-weisen, die nach der zum Grunde liegenden Denkartund Gesinnung Ideale geistiger Mißbildung beurIkünden, wenn man die Poesie berücksichtigt. Nach dieser Erklä-rung kann es nicht schwer fallen, den bisher noch »»ausgemachtenStreit der Acsthetikcr, ob und in wiesen, Darstellungen von Carl-caturen in der schönen Knust zulässig sey», zu entscheiden. Vollkom-men zweckmäßige Darstellung der verschuldeten geistigen Gebreche»der Menschen, ist der Gegenstand der Satyrn; Caricaturen sind,deshalb die Ideale deS Satyrikers. So lange »ran noch dessen M-sprncbc- auf einen, und zwar ehrenvollen, Platz , auf dem Parnaßnicht abgewiesen hat, was mit allen Sophistenkünsten nie erreichtwerden wird, so lange darf man auch die Caricaturen nicht als Ge-genstände ästhetischer Darstellung verwerfen. Und zwar weder- dieschrecklichen noch die lächerlichen, denn beide fallen in das Gsbietdes SatyrikerS, der entweder mit erhabene»! Ernst die Bösewichter,oder mit komischer Laune die Narre» Perl meuschlichen,'Geschlechtsdarstellt. Dorthin gehören die selbstverschuldeten moralischen Gebre-chen,welche die schrecklichen, hicher'die selbstverschuldeten intellektuellenGebrechen, welche die lächerlichen Caricaturen geben. Jene sind Ge-genstand der pathetischen, diese der komischen Satyre. (S. Satyre.)So müßte man sie nun schon in der Poesie der Satyre und Komö-die lassen: allein es fragt sich, ob auch der bildenden Kunst? Wahrist es, daß hier die Caricaturen dem gebildercn Geschmack anstößig,und der Bildung desselben hinderlich sind. Immer haben sie etwasWidriges, welches hier, wo der Gegenstand unmittelbar vor denäußern Sinn gebracht wird, weniger gemildert wird als in poeti-schen Darstellungen, und man darf daher ein Zeitalter mit vorherr-schender Neigung für Caricarnrcn als ein Zeitalter des Uugoschmacksannehmen. Damit ist nun aber noch keinesweges ihr völliges Ver-! bannungsurtheil ausgesprochen, weiches nur von der Entscheidung> einer andern Frage abhängen kann: ob nämlich der Zweck der bil-denden Kunst Schönheit oder Charakteristik sey? Ist" das Erste, sosind sie verwiesen, ist das Zweite, so erhalten sie sich. Hhu.e unsin jene verwickelte Frage hier tiefer einzulassen, was uns zu weitfuhren würde, deuten wir einstweilen blos einen Ausweg an. W'.snmr die Italienische von der Niederländischen Schule, eine Mado'.mzdeüa Sedia von einem Kopfe Denners unterscheidet, die «Psterenaber, um vieler Trefflichkeiten willen, gern bestehen läßt, wiewohlhinter den ersteren, so kann mau überhaupt die Charakreristiser«eben jenen bestehen lassen, welche die reine Schönheit erstrebenund darstellen. Wie diese ganz in der Poesie sind, so »ädern sichreue der Pros«; es gibt sä auch in der Poesie GattunMr hie