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Chabot, Mitglied der zweiten Nationalversammlung «nd desSonvents, ehedem Capnziner; ein höchst ekelhafter und sckmuzigerMensch, der aber so glücklich war, die Hand einer jungen Auslän-derin zu erhalten, und mit ihr ein ansehnliches Vermögen zu er-heirathen. Chabot gehörte unter die größten Smreier im Couvenr,und trug in dex zweiten Nationalversammlung nicht wenig zur Aus-breitung der Jacobinerherrschaft bei. Er war immer ein getreuerAnhänger von Danton, »irr dem er zulezr ein gleiches Schickisl hatte.Man beschnld gte ihn nämlich eines Einverständnisses mit den Feindender Republik und machte es ihm zum Verbrechen, eine Ausländeringebeirathet zu haben. Den 5. April 1794 mußte er mit der Facrivudes Danton die Guillotine besteigen.
Cbaconne, (oiooon».) ein zum Tanz gemachtes Tonstück in5/4 Takt, (ursprünglich aus Afrika, und von da nach Spanien uirdzu ander» Nationen gekommen), bei welchem die Hanptmelodre nur 4oder 8 Takte lang ist, und, so lange kie darüber in einer ziemlich lau,gen Folge fortgehenden Veränderungen dauern, der Baß immer einer-lei Begleitung hat- Dir Bewegung ist Übrigens mäßig, und der Taktsehr deutlich ausgedrückt (marquirt).
Chagrin, ein aus Esels-oder Pferdehaut zubereitetes Leder,welches sehr steif, gefärbt, und wie mit kleinen Pulverköcnchen besezrist; es wird besonders zum Einbinden der Bücher gebraucht.
Chaine, die Kette, Fessel. In der Jagdsprache bedeutet es einVolk Hühner; in der Tanzsprache die wechselseitige Handreichung derTanzenden und eine besondere Tanzfigur. 6k»ino «» gu-rr-, «riruir.
Chalcographke, die, die Kupferstecherkunst. Cbalco--raphisches Institut in Dessau, war eine Unternehmung aufAktien gegründet, uns vom Herrn von Erdmansdorf in Dessau» undLeg. Rath Bertuch in Weimar dirigirt, die zur Absicht hatte, durchwürdige chalcographische Entreprisen Deutschlands beste Künstler zubeschäftige», und uns dadurch von dem Tribut, den Denrschlavd sonstfür schone Blätter ans Ausland zahlte, zu befreien. ES ist zu be-dauern» daß irgendwo im Plane oder der Ausführung Fehler müssenseyn gemacht wölbe»» denn schon nach wenigen Jahren zerfiel das In-stitut in Nichts, und Platten und Abdrücke würben in -auktionen ver-schleudert.
Chalier, unsinnigerJacvbiner, geboren »747 znBeau ard inDaupbine' aus einer Piemontestschcn Famrle, die nach Piemonr zurückging, wo er auch erzogen wurde. Er trat in den geistlichen Standund wurde aus seinem Paterlande verwiesen: nachdem er in Portugalund zu Neapel dem Galgen entlauft' »y - , kam er in das Hans ,inesKaufmanns zu Lyon, der ihm die Erziehung seiner K'nder «»»vertrau-te, las zwei Jahre lang die Messe i» d eftr Stadt, ui>V »vadlte endüchdie Handlung, wo er durch Intriguen und Veruntreuungen ein be-trächtliches Vermögen zusammen häufte. Er trat auf die Teile derRevolution mit einem Enlhusiasm, der an Raserei gränfte, begab fichnach der Hauptstadt, blieb sechs Monate bei Marar, um seinen iln-! rerricht zn benutzen, und ließ bei seiner Rückkun-r nach Lvon unter demI >obei sein Bildnlß austheilen- 17-12 ward er zum Mnnicipaiitäts-»fstzier ernannt, und alle seine Kollegen waren seiner würdig, chn i«seinen Rasereien zu unterstützen. Der einzige Maire Rrvis-e - Cboi,ein rechtschaffner, mutbvoller Mann, versuchte, sich seinen usewalltbä-«gkeften entgegen zu setze». So, bald abgefegt von den Lpoueru, bald