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dem io. August ließ ihn Roland zum Bibliothekar der Nationalbiblio-rhek ernennen. Cr sah mit Grausen die Ausschweifungen, denen sichdie Parteigänger überließen. Seine Sarkasmen gegen die Nevolu-tionSmaßcegeln zogen ivm Arrest zu; er suchte sich in seinem Gefäng-nisse mit einer Pistole und nachher mit einem Scheermeffer das Lebenzu nehmen, erhielt aber keine tödtliche Wunde» und genaß zu seinemeigenen Schmerz. Seine Gesundheit erholte sich nicht für lange Zeitwieder, und eine Blasenkrankheit endete den iz. April 1795 sei»Leben.
Champignon, ein kleiner Erdschwamm und der Edelste in sei-ner Art, von sehr angenehmen Geschmacke. S. Blätterschwamm.
Champion, der, der Streiter für eine Person oder Sache; ei»Wort, welches jedoch bei uns mehr in einem ironischen als ernsthaftenSinne gebraucht zu werden pflegt.
Championnet, I. E., war vor der Revolution Advokat,diente als Kommandant eines Bataillons Freiwilliger bei der Mosel-armee, zeichnete sich in dem Feldzuge in der Pfalz ^on 1794 aus, warddeßhalb zum Brigadegeneral und sodann zamDivifionsgeneral ernannt,und stand in dieser Eigenschaft bei der Sambre- und Maasarmee; erbefehligte eine Division bei der Schlacht von Fleurus, und that sichhauptsächlich hervor in dem Treffen bei Altenkirchen, bei dem Rhein-übergang, den er mit Bernadotte bei Neuwied bewerkstelligte, undbei der Einnahme von Würzburg» wobei er sich mit dem General Neybefand. Er ging bald hierauf zu der Armee in Italien, und übernahm1798, nachdem der Krieg dem König von Neapel erklärt war, dasKommando der Truppen, und vertrieb ihn im Kurzen aus seinen Staa-ten. Ungeachtet Championnet wirklich als Divistonsgeneral Talentegezeigt hatte, schrieben doch viele seine glücklichen Unternehmungenseinem Untergeneral Macdonald zu. Sein unabhängiges Verfahren,das er um diese Zeit annehmen wollte, mißfiel dem Direktorium, dasihn absezte und zur Verantwortung zog; da aber die Veränderungenin der Regierung vom Juni 1799 mehrere seiner Feinde aestürzt hat-ten , ward er freigesprochen, wieder in seinen Charakter eingesezt undan die Spitze der Alpenarmee gestellt. Den folgenden zi. August kamer an Moreaus Stelle zur Italienischen Armee, mit welcher die Ll-peuarmee vereinigt ward. Da er sich wenig günstig für die Revolu-tion vom 78 - Brümaire zeigte, sah er sich genöthigt, seinen Abschiedzu nehmen. Er starb zu Anfange des Jahres izoo.
Chan, Khan, der, überhaupt ein Fürst oder Regent; insbe-sondere das Oberhaupt der Tartarn.
Chancre, der Krebs, ein um sich fressendes Geschwür; wird be-sonders von den venerischen Geschwüren gebraucht.
Chaogiren, verändern, wechseln, tauschen, z. B. die Farbeehangiren, blässer werden; Waaren oder Bücher changireu, mitandern vertauschen, Chanqe, der Laus», Wechsel; bei den Buch-händlern insbesondere der Büchertausch und die eingetauschten Bücherselbst; z. B. seine Change abholen lassen. Changemeut, die Ver-änderung , z. B. es ist mir diesem Zimmer ein großes Changemeutvorgegangen. Changeant, aus einer Farbe in die andere, z. B.aus blau m roll, spielend oder schillernd, wofür man au» schielig Z«sagen pflegt. Der Taft changirt, d. h. er zeigt sich in verschiedene»Farben, je nachdem das Licht darauf fällt. ' ^
Chaos, daS, die rohe ungebildete Materie, aus welcher aueWeltkörper hervorgebracht ftp» sollen. Die Kinder des Chaos sind die