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Menschen aker, den Gegenstand unsers bauptkaMchste« Interesse,in verschiedener Bedeutung genomme . Es ist z. B. Charakter desMenschen, d. h. Unterscheidungsinerkmal seiner Gattung von allenauf der Erde neben ibm lebenden organischen Wesen, daß er eineaufrechte Gestatt, eine kuustgeschictte Hand, Vernunft uud Sprache,thierische Triebe und sittliche Freiheit, animalnche Bedürfnisse undeine ins Unendliche reichende Fähigkeit der Vervollkommnung hat,ein wunderoareS Milkelivcsen zwischen den Thieren und höherenGeistern ist. Doch denkt man an diesen Charakter der Menschheit nichtallein, wenn von dem Charakter eines oder mehrerer Men-schen, menschlichen Charakreren, die Rede ist, sondernnimmt jenen Ausdruck dann bald in einem weiteren, bald in einemengeren Ginne. Im weiteren Sinne befaßt man darunter den In-begriff aller Eigenschaften, wodurch sich ein Men,ch von andern un-tericheidet, im engeren bloß seine sittliche» Eigenschaften; sirtt cher,moralischer Charakter. Mau muß nämlich, wenn man die Verschie-denheiten unter den Menschen genau erkenne« und richtig beurthei-len will, stets eine sechsfache Rücksicht nehmen, i) auf das Na-turell» d. h. diejenige Art des Wirkens und Seyns, welche du.chdie pbvsische Beschaffenheit des Organismus bestimmt wird; 2i aufdas Temperament, d. h. aus das ursprüngliche Verba tniß derWirksamkeit des Organismus zu den geistigen Vermögen; z)auf den Geist (Kopf, Talente), d. h. auf die Ve chaffenheit undRichtung seines Denkvermögens (Vorstellungsvermögens. Bildung--,llrtbeilskraft u s. w.); aus das Herz, b. h. auf kie Beschaffenheit
> und Richtung seines Gefublsvermögens, die Fähigkeit, von Ge-j genständen und Vorstellungen gerührr zu werbe»; 5) auf das Ge-müths d. h. auf die Beichaffenheil und Richtungen des Begehrungs-vermögens, der Neigungen und Triebe, u»v deren Verhältniß zum
i Gefühlsvermögen (Gemüthsart); 6) auf die Art. wie die Frei-heit auf das einwirkt, was die Natur phvsiiw und geistig in ibmangelegt bat. In alle» vorhin genannten Hinsichten erscheint derMensch keineswegs als frei, sondern nur als begabt von der Naturund dieser unterworfen; Freiheit aber in der Anwendung ist der. bvkc Borzug der menschlichen Natur. Diese Freiheit erscheint jedoch^ erst dann in idrer ganzen, reinsten Würde, wenn sie der Menschdurch die Vernunft beschränkt, so wie der Mensch seine Erhabenbeitüber die ganze Sinnemvelr und Sinnlichkeit dadurch nur bewährt,daß er freiwillig dem Gesetze seiner Vernunft huldigt. Dieß ertheilt
> ibm den Adel eines sittlichen Wesens, welches in seinem Wollen! nicht vom thierischen Triebe gezwungen wird, für sein Handeln keine
andere Richtschnur als das Sitc enge setz in seinem Innern aner-kennt. So gewiß der Mensch Vernunft und Freiheit hat, so gewißist er znr Sittlichkeit bestimmt, er kann aber freilich auch diese edel-sten Gaben seiner Natur mißbranchcn, und in seinem Handeln undWollen das Unwürdige sich zum Ziele setzen. Da es nun aber vondesvnderer Wichttgttit ist, den Mensche» gerade in diesen Hinsich-ten am sorgfältigsten zn erforsche», so muß man in der l.tzreren Be-ziehung zwei Punkte genau berücksichtigen: s) Sinnes- und Den»kungSarr, d- h. die Regeln, welche sich ein Men,ch für sein Ver-backen macht (deren Grund man die Gesinnung nennk), und K)die nach Grundsätzen der Sittlichkeit mit Freiheit eingerichtete, io«inen, Mensche« herrschend», sich immer gleich bleibend« Hand-
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