Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Cha

luagsweise. Eben diese aber ist es, welche man jm engern Ein-«e, qsr jede» auch vorzugsweise, Charakter eines Mengennennt. Cvarakterlos nennt man den, der sich nie die Müdegab» sich frei z» sittlichen Grundsätzen zu erheben, und ohne Kraftist, sie zu befolgen. Man darf annehmen: nur starke, große Ser-ien haben Charakter. Je stärker und größer, desto mehr ist ihr Be-tragen Folge ihrer Grundsätze, und desto treuer ist jenes diese»: kon-sequente; je schwäeter, desto weniger is. dieß der Fall: iukon se,quenre Mensche». Ausgebildete, starke Vernunft und großeKraft des Willens macht also den Mann von Charakter.Sind feine Grundlätze dem Sittengesetze gemäß» so ist sein. Charak-ter gut; sind sie ihm entgegen, dos. Frei erworbene sittli» guteGrundsätze und denen gemäße« Handeln machen oen Lugendbaiteu;frei erworbene sittlich dose Grundsätze und denen gemäßes Handelnmachen den Lasterhaften, Bosewicht; zwischen in»e schwankteine zahllose Menge, und mau kann durch unendliche Schattirun-geu stufenweise zum Engel hinauf, zum Teufel hinabueigen. AISNorm steht der Charakter des Lugendhasten da, der feste, blei-bende Vorsatz, und das herrschende, beständige Stre-ben, das Sitkengesetz in allen Lagen und unter al-len Verhältnissen zu befolge». Streu- genommen, gäbees nun, außer diesem Charakter und dem ihn« völlig entgegenge-setzten, keinen andern, und wir wurden die Meisten ohue Cha-rakter finden, wofern nicht glücklicher Weise die weitere Bedeu-tung die gangbarste wäre. Man kann den Charakter i» engererBedeutung den moralischen, den in weiterer den psycholo-gischen nennen, unter welchem man.sich zu denken dar: denbeharrlichen Bestimmungsgrund der Art zu sey n undzu handeln in einem menschlichen Individuum, ohneRücksicht» ob freie Delbstlbäkigkeit oder Natvrbe-schasfenheit des Individuums die Ursache desselbenwar. Alle Eigenheiten demnach, welche l» einem Menschen durchNaturell, Temperament, Kopf» Herz und Gemüth hervorgebrachtwerden, alles, wodurch er eine eigene Naturart ist, rechnet maneinem Menschen als Charakter an, der vornehmlich auch mit demTemperament sehr häufig verwechselt wird. Die ursprüngliche Dis-position zu einer solche» Naturarl bringt jeder Mensch mit auf dieWelt; Erziehung, Gewohnheit, Umgang, Schicksale und andereUmstände tragen das Meiste zur Bildung des Beharrliche» darinbei. Wie wichtig sorgfältigere Untersuchungen hierüber für die Er-reichung unserer Absichten, und mithin für Glück uud Ruhe »a-sers Lebens sehen, braucht nicht erinnert zu werde». Wir werdenunrer dem Artikel Menschen kennt» iß ausführlicher hievvu ban-deln, und in den oben genannten Artikeln Naturell u. s. w. bei-bringen, was hier noch zu fehlen scheinen könnte. Nur so vielerinnern wir vorläufig, es sey ein Hanptmittel, eine» Menschenkennen zu lernen, baß mau seine h.rrsckende Neigung erkor sie,von welcher meist das ganze System seiner hcrrm,enden Ui-.d derdavon abhängenden Empfindungen, Begriffe, Meinungen, Urtheileund Handlungen bestimmt wird. Im Allgemeinen kann man siemenschlichen Neigungen füglich in fünf Klaffe» ordnen, nach denHauprgegenständcn unsers Genusses: Ruhe, Eigenthum, Ge-selligkeit, Ehre, Geschmack, «ud je nachdem nun das