Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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! sicrstclle der auswärtigen Angelegenheiten überließ. Der Mangeleiner hinlänglichen Seemacht und großer Generale zu Land war Ur»fache, daß der Krieg von 175; biS 1762 für Frankreich so unglücklichl geführt wurde. Indeß verschaffe Chviscul durch seinen Vetter, den> nachherigen Herzog von Praslin, den er mit ins Ministerium brachte,und mit dem er in der Folge so z» sagen Frankreich regierte, eine»leidlicher» Frieden, als man erwartet hatte. Im Jahr 1761 brachteer den berühmten Fanulicnttaktat der Bourbvnischen Höfe zu Stan-de: er wendete die größte und glücklichste Sorgfalt anf die Verstär-kung der Französischen Seemacht; er unterwarf der Französische»Krone Csrsika; er bewerkstelligte endlich die Vermählung des Dau-phins mit Marie» Antvinetten, die er »och als Minister voll-ziehe» sah. Allein nur sieben Monate nach dieser Verbindung warer noch Minister; der Herzog von Aiguillon und der Kanzler-Meau-pou stürzten ihn den 24. Dec. 1770 durch die Du Barri» derenEitelkeit er beleidigt hatte. Dieses gelang ihnen nach vielen ver-geblichen Versuchen dadurch, daß man den König durch aufgefangeneBriefe überzeugte, Chviscul suche gegen den Wunsch des friedlieben-de» Königs Spanien und damit Frankreich zn einem Kriege gegenEngland zu bewege». Choiseul fiel also zugleich durch seine eigneSchuld. Der König sprach jedoch noch stets mit Achtung von ihm.

Chviseul-Gouffier, G. A. Graf von, einer der 40 von^ der sranzösischcu Akademie, französischer Botschafter bei der Pforte^ im Jahr >784. Er hatte schon damals eine für die Wissenschaftenund die Gelehrsamkeit sehr wichtige Reise nach Griechenland undAsien gemacht, und 1778 die Resultate seiner schätzbaren Entdeckun-gen dem Publikum mitgetheilt. Den 22. Okt. r?yr wurde von demConvenk Arrest gegen ihn beschlossen, weil er in Verbindung mit denVrüdern Ludwigs XVI. gestanden- Kein Briefwechsel war bei demRückzug aus Champagne von den Republikanern aufgefangen worden.Er verließ daher Constantinvpel und begab sich nach Rußland, wo dieKaiserin ihm eine sehr schmeichelhafte Ausnahme schenkte und ihmeine Pension als Akademist zugestand- Im Februar »7-7 ward ervorn Kaiser Paul I. zum Geheimentatb ernannt. 1802 kam er nachFrankreich zurück, und nahm das Jahr darauf seinen Platz in derEigenschaft eines Mitglieds der ehemaligen Akademie bei dem Na»tioualinstitut wieder eiu.

Cholerisch oder colerisch, hitzig- heftig, z. B. ein choleri-sches, aufbrausendes Lemperamenr. Cholera, eine der gefähr-lichsten Krankheiten, bei welcher die verdorbene Galle durch Er-drechen weggeht.

Chor, »er, (Schauspielkunst und Musik). Ursprünglich bezeich,uete man mir diesem Worte einen Trvxp Sänger und Tänzer, welch«bei öffentlichen festlichen Gelegenheiten den Pomp und das Feierlichederselben dnrch gewisse Handlungen erhöhen mußten. So war esdenn auch unstreitig bei der Tragödie und Komödie, welche einenHaupttheil öffentlicher Feierlichkelr in den ältesten Zeiten ausmachten,wo denn eigentlich der Gesang des Chors die Hauptsache war; in derFolge wurden die Chöre freilich nur zur Nebensache gemacht. Nachdem, was wir von den Tragödien der Alröu noch wisse», warder Chor eine Gesellschaft von Personen männlichen oder weibliche»Geschlechts, die während der ganzen Vorstellung Zuschauer, oderdielmehr Zeugen der Handlung waren, und «uf dem Schauplatz im«L-nv. tlep, «erster Sän-, S »