0
> !
c
>
i ^
r
r
>
c
r
>
e
»
r
>
»
s
e
c
r
a
!>
r
»
n
«yo
57S
Choriambe, ist der Fuß eines Verses, der aus vier Sylbenbesteht, wovon die erste und lezte lang, die beiden mitreisten kurzsind. So ist j. B> das Wort Lebensgenuß, ei» richtiger Cho-riambe.
Chvrographie, die Beschreibung einer einzelnen Gegend.Desgleichen auch die Kunst, Provinzialcharten zu zeichnen.
Cvouaus, die; unter dieser Benennung bat man oft im allge»meinen die Aufrührer begriffen, welche den Muth und die Thätigkeitder Französischen republikanischen Armeen am reckten und linken Uferder Loire auf die härteste Probe gesiegt habe»; eigentlich aber führe»Liesen Namen Nur dieienigea rebellische» Departements, welche amrechten Ufer der Loire liegen, und das ehemalige Bretagne, Aujouund Maine ausmachen. Die Fläche Landes, wo hauptsächlich derKriegsschauplatz eröffnet war bildet beinahe ein Viereck, wovon dieStädte Nantes, Augers, Mayenue und Rennes die Winkel sind,aber die Streifereien.erstreckten sich bisweilen noch weiter längs derKüste hin, bis zu der Stadt Orient. Ueber den Ursprung der Benen-nung Chouans ist man noch nichr ganz einig; indem sie einige vondem Namen der Söhne eines Schmidts ableiten, welche in jenen Ge-genden zuerst Aufruhr gepredigt und die Fackel des Bürgerkriegs an-gezündet haben sollen, andere aber den ersten Grund derselben inder fehlerhaften Aussprache des Französischen Wortes Ldsr-Uuanr(Nachreule) finde» wollen. Eine Gesellschaft von Schleichhändlern,welche vor der Revolution ein ansehnliches Gewerbe mit heimlicherAuSfuhr des Salzes aus der Bretagne in die benachbarten Prvvin,zen trieb, soll sich nämlich an den nachgeahmten Tönen her Nachteuleunter einander erkannt haben, und sich gegenseitig zu Hülfe geeiltseyn, wenn etwa eins ihrer Mitglieder das Unglück harte, einemSpion der ehemaligen Generalpächrer in die Hände zu fallen. Durchdie Revolution wurde das Handwerk dieser Leute, welche größtenThesis keine andere Beschäftigung kannten, überflüssig. Da sie nuneinmal an ein herumstreifendes Leben gewohnt waren, so durchzogensie das Land und wurden Ränder; mehreres Gesinde! gesellte sich zuihnen, und der Haufen dieser gefährlichen Müßiggänger wurde jelänger je furchtbarer. Durch den Uebergang des Genergls der Veu-dee, Charette, über die Loire, wo sich dieser Feldherr der StadtGrandville bemächtigen und dadurch eine Cvmmunication mit Eng-land eröffnen wollte, gewannen die Chouans neuen Zuwachs, da dieArmee des Charerte (im Drc. i?oz) durch die Tapferkeit der Re-publikaner genöthigt wurde, sich nach der Loire zurück zu ziehen.Nun wollten auch sie für Wiederherstellung der Religion und des Kö-nigthums streiten, und deswegen mit den Venbeero gemeine Sachemachen; eigentlich aber ging ihre Hauptabscht auf Mord nnd Plün-derung , und diesen Zweck baden sie nicht aus den Augen verloren.So verheerend auch immer der Kampf zwischen Ume» und den Re,Publikanera gewesen ist, so kann er duck kern Krieg im eigent ichstenSinne genannt werden. Schon die Lage veS Landes macht regel-mäßige militärische Operationen unmöglich. Waldungen, mit bode»Hecke» verzäunte Felder, Hohlwege und breite, sich überall durch-kreuzende Kanäle hindern den Marick eines voll g organilirren Ar-mee- Man war genöthigt in kleinern Adtdeiiunaen zu s chten.konnte aöck auch da nickt viel bewirken, weil be» Cbouan» immerovih Schlupfwinkel zu Gebore stände», wohin ihnen oje der Gegen-
VvL