Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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und mehr auS. DkSber onr tiu Verkehr mit seinen Nachbarn, fingEngland nun auch an als Mitbewerber nm den Welthandel aufin-tretrn, durch welchen seit dem fünfzehnten Jahrhundert, nachdemAmerika und der Seeweg nach Ostindien um Afrika entdeckt waren,da« Streben der Europäischen Serstaatrn nach außereuropäischenK-lvnieen so mächtig aufgeregt, und auch der Europäischen Politikeine andere Richtung gegeben ward. Zu Ende deS sechzehnten undAnfange deS siebzehnten Jahrhunderts machte England feine erstenVers««»«» hierin mit den Spaniern, Portugiesen vnd Holländernzu wetteifern , cS errichtete zu diesem Behufe HandclS-Compagnienund legte Facroreien in Ost- und West-Indien an, die. wennauch anfangs nur beschränkt, doch insofern wichtig waren, als dabeifür di« Freiheit der Meere gegen die Anmaßungen der Spanier«nd Portugiese» gestritten wurde. Der Colonial-Handel wurde baldder wichtigste, und England versänmre nicht, immer mehr Antheilan denselben zu nehmen; die Eroberung Jamaica's in der Halstedes siebzehntes, Jahrhunderts legte den Gstnid zu der künftigenHanbelsgrdße Englands. Seitdem Mehrere außereuropäische Pro-dukte in Europa ein Gegenstand des Bedürfnisses, und die Ein.führuna derselben von unermeßlicher Wichtigkeit geworden, leuchteteallen Europäischen Staaten erst recht ein» daß in den Eolvniecn«ine der ergiebigsten Quellen des Europäischen Nationalreichthumscröfnet sey. Aus ihr zu schöpfe«, beeiserten sich nun alle jeneSchiffahrt und Seebandel treibenden Nationen, welche durch ihreLage nur irgend dazu geeignet waren. Die Folge» hirvon waren »)daß die Financiers jener Nationen bei der Släärswirthschafr ein ho-he« Gewicht «ufdas Merkantilsystem legten, r) daß die Colo,«ieen eine immer größere Wichtigkeit erhielten, und hiedurch sich»in förmliches Colonialsystem zu bilden anfing, nach welchemman in den außereuropäischen Welttheilen so viele Colonie» als mög-lich z» erbalren, diese so gut als mögliche» benutzen, und sich denAlleinhandel mit den Produkten derselben zu sichern, andere von derEvnimuuication auszuschließen suchte. Es konnte nicht fehlen, daßnicht z) die Seemächte, die allein Evlvnieen besitzen und verthei-digen konnten, von nun an ein viel größeres Gewicht in die Wagschaleder Europäischen Politik hätten werfen muffen. Dies war nament-lich der Fall mit Britannien, dessen iColonieen um so besser und siche-rer gediehen, da sie weniger von der Regierung als der Nation ab-dmgen, erue freie Verfassung hatten, und der Handel dahin freiwar. 1670 hatte Spanien die brittische Souvcrainetät über seineBesitzungen m Westindien anerkannt; anfeine bewunbernSwerthe WeiseAdiehen und erweiterten sich die nvrdamcrikanischen Besitzungen derBritteu, wo sie die Holländer vertrieben; nur in Ostindien behielten,vor der Hand noch die Holländer das llcberqewicht und hatte» denGewürz - und Svecerel - Handel fast ausschließlich. Durch den Utkech»5 " Friedensschluß erhielt England das llebergewicht im Amerikani-scher, Handel, unter der Regierung des Hauses Hannover erblelt es,m der Mitte deS achtzehnten Jahrhunderts, dasselbe auch in Ostin-vwn, wo seMe HandeiS-Evmpagnie ein Reich gründete, das an Um-'«ng lind Bevölkerung dem Mutkerlande weit überlegen war. MitMein erweiterten Colonialwesen der Britten erweiterte sich auch ihreMissahrr, die sich bald über alle Meere ausdehnte. Von gpoßcr^Mchrigkeit waren Cooks drei Entdeckungsreisen, durch welche ein"euer Welttheil im Südmeer bekannt ward. Man erhielt das Zucker-