Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Dav

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der heiligen Dichter und Sänger. Er selbst erhob die lyrischeDichtkunst in seinen Psalmen zu dem höchsten Grade der Vorlrefuch-keil, den sie unter den Israeli ten erreicht hat. Indeß verleitetenihn seine Ausschweifungen in der Liede ,u manchen Grausamkeiten,die durch seine Rene nicht hinlänglich entschuldigt werden und dreEifersucht unter den Söhnen der verschiedenen Mütter «ab endlichzu Empörungen in seiner eigenen Familie Veranlassung. Sein SohnAbsalon suchte ihn vom Throne zu stürzen und verlor das Lebenin dem daraus entstandenen Kriege. Durch die Zählnng der streit-baren Männer, die David in der Trunkenheit seines Kriegsgiücksbefahl, konnte die Ruhe eben nicht allgemein hergestellt werden; siemachte Eroderungsplaue fürchten. Auch ließen die Philister denKönig bald fühlen', wie er dadurch vom Gesetz abwiche. Mancheseiner Anordnungen dagegen bei der Armee, den Gerichten und Le-viten waren klug und wohlthätig. So übergab David noch berfeiner Lebzeit, das vergrößerte und veränderte Israelitische RelM fei-nem Sohne Salomo, nebst einer reichen Schatzkammer und Mate-rialien zum Tempeldaue. Er starb im Jahre der Welt ryüy.

David (Jak. Lud.) ein berühmter Französischer Maler. gev.zu Paris 17ZS. Cr ging frühzeitig (1774) nach Rom, hielt sichmehrere Jahre daselbst, auf, und widme» sich vorzüglich dem Heroi-schen in der Historieumaierei. Seine ausgezeichneten Talente fürdiese Gattung der Kunst entwickelten sich sehr bald, und die Jkalia-ner sahen sich gezwungen, ihm alle Achtung zu zollen, die sie sonstdem Ausländer so gern versagen. Noch höher stieg aber ihre Bewun-derung, als David im Jahr »784, abermals nach Rom zurück kam,und sem Meisterstück, den Schwur der Horatier, welchen ihmLudwig XVl. nach einer Scene aus den Horatiern des Corneille zuentwerfen aufgerragen hatte, unter ihren Augen vollendete. Kennerund Liebhaber behauptete» einstimmig, daß dieses Stück unndertresf-Uch sey, und den Geist eines Raxhael athme. Sei» Ruhm stieghierdurch in Paris außervrdeutl'ch, und David, der nun auchanfing als Portraitmaler Aussehen zu mache», würde sehr glänzendhaben leben können, wenn er nicht unglücklicher Weise bei der Revo-lution eine Rolle übernommen Hai». David, weicher zu den Antender Französischen Revolution, von seinem Feuereifer hinaeriffen, diemeisten Ideen zu den zahlreichen Monumente» und republikanischenFesten jenes Zeitpunkts gab, unternahm cbeu damals gleich zu An-fang der Revolution (im Jahr 1789) ein neues sehr großes Ge-mälde: Brutus der seine Söhne zum Tode verdammr»welches viele noch seinen Horatiern und Cur iatier» vorzogen.Er wurde einer der wülhendste» Jakobiner und ganz Rvdcspierre er-geben. Im Januar 1794 präsidirle er selbst rn> Eonvent. Räch Robes-prerre« Sturz war er in großer Gefahr und nur sein großer Ruf als> nster Maler der Französischen Schule »trete ihn vom Blutgerüst.

- ?u den Revolutivnskenen, welche David durch seinen Pinsel zu ver-ewigen such», aber letzt ganz verschwunden sind, gehören: die Cr-, ^vrdung von Maral und Pelletier, vorzüglich aber der

« Smwur im Ballhan se. Im Jahr i? 99 , nachdem sei» Pinsel

si Zeitlang geruht hakte, stellte er seine Sabiner aus, ließ sie

Ewige..Wona» lang gegen einen gewissen Preis (worüber er freilich'Etzr geradelt,wurde) sehen. und soll sich damil auf üo,ocx> Limeserworben haben. In der Folge stieg sein Ruf wieder so sehr, das