Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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er 1804 zum ersten Maler des Kaisers ernannt wurde, auch den Auf-trag zu Vier Gemäldm erhielt^ worunter besonders dasjenige, wel-ches die Ceremonie der Kaisern önnng Napoleons darstellt, bemerktwird, und sehr groüen Ruf erregte. Luch gelieren zu fernen neuestennnd berühmtesten mehrere Abbildungen des Kaisers, besonders wieer noch als Consul auf dem Bernhardsberg zu Pferde den Truppendie Lahn zu ihrem Ruhme vorzeichnet rc. Die Urtheile über diesenin der neueren und neuesten Zeit so berühmt gewordenen Künstlermußten natürlich sehr verschieden ausfallen, und wer darüber nied-reres zu lesen wünscht, findet in Feraow Sitten- undAulru-ge-mjide» von Rom, in Gvlhes WinNImann und sein Jahrhundert,in Reichards vertrauten Briefen Stoff genug dazu. Nur diessev hier noch bemerkt, daß er in Mvrcau einen treflichen Künstletgefunden, und nach seinem Sinne sich gebildet hat, der die besten sei-ner Werke durch den Grabstichel verewiget.

David, einer der berühmreste» Tenoristen neuerer Zeit. Erist zu Bergamo gegen das 2 - l? 4 « geboren. 2 » Contrapunkt erhielter Unterricht von Gala; im Gesänge bildete er sich selbst. Er hatnie anders als in Opera saria gespielt. In Mailand traf er mitdem berühmten Marchesi zusammen, und sie sangen Duos- In derKirchen-Musik ist er noch berühmter, als in der Theater-Musik.1785 erschien er zuerst in Parts in den berühmte» Loueorl, -piri-tual,. Er sang im Stabat von Pergolcse und riß alle Zuhörer hin.Mozart, jetzt <l 812) der erste Tenorist bei der Ox«a LuKain Pa-ris, ist ein Schüler Davids.

Davon st, Herzog von Auerstädt und Fürst von Sckmühl,ReichsmarschaU, geboren den 10. Mai 1770 zu Ravierres in Bur-gund , aus einer angesehenen Familie, studirte zu gleicher Zeit mitNapoleon Bonaparte >1» Collegium zu Brienne. Im Jahr 178)war er Unter-Lieutenant beim Cavallerie-Regiment Uox-l 6»m-zwßns. Zu Anfang der Revolution wurde er znm Chef .des dritte»Bataillons der Könne ernannt. Er zeichnete sich unter Dumouricjbei den Schlachte» von Icmappe und Necrwinden sehr aus. AIs Du»mvuriez nach der Schlacht von Neerivinden mit Coburg unterhandelte,entwarf Davvust das kühne Unternehmen, sich Dumouriez, umringtvon seiner Armee, zu bemächtigen, nnd es fehlte wenig daran, undder Erfolg hätte Davvust belohnt. Im Juni 17YZ wurde er zum Ge-neral ernannt, aber durch das Decret, das alle ehemaligen Adlichc»außer Thätigkeit setzte, genöthigt, seine Entlassung zu nehmen. Dekneunte Thermidor rief ihn wieder zu den Fahnen und er wurde zuerstwieder bei der Belagerung von Luremburg gebraucht. Er diente dan»unter Pichegru beider Rbcinarmee, wurde hier gefangen, aber baldwieder ausgewechselt. Del der Eröffnung der Italiänischen Frldzügeunter Bvnavarte fesselte ihn sein EnlhustaSmus bald an diesen mitunauflöslichen Banoen und er war einer seiner treuesten Waffen-gefährtcn. Er begleitete ihn nach Aegvptcn, zeichnete sich auch kiekdurch Bravour „nd Kühnheit aus, und schiffte sich nach der Conven-tion von ElArisch.mil Desair iu Alcrnnvrien ein um nach Frank-reich zurückzukehren. Sie erblickte» schon d»e Hierischen Inseln,als sie von einer Englischen Fregatte aufgebracht und nach Livorn»znm General Keirb geführt wurden- Dieser, der wegen jener Con-vention noch ohne Instruktion von sinnen» Hofe im», -behandelte,sieals K-riegSg^anaene, uud erst nach einem Monate erhielten sie ;b»eFreiheit und Erlaubniß zur Abreise nach Toulon. Bonaparte erfuhr