Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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so;

Solm, Conrab lV., schon 12 z? »um König gewählt, hatte mitvom Papste ihm entgegengesetzten Gegenkönigen, Wilhelm vonBrabanl, Alphons von Cästilicn und Richard von CornwalliS zukämpfen, und mit seiner persönlichen Erhaltung so viel »» thun,daß er es geschehen lassen wußte, daß in dem anarchischen ZustandeKelchs alle Verträge gebrochen, die Gesetze verhöhnt wurden,b >vi«der einreißende Faulirechl mit vorheriger Schamlosigkeitletvir von dem niedern Adel geübt ward. Die Ritterschaft in Schwa»Franken uud am Rheine usurpirtc ihre Unmitreibarkeit, «nd«v'oaben und Franken hatten k.lne Herren. Und so ging Alles,was Friedrich II. für Verfassung, für Ärmste und Wissenschaften, dieer durch Lehrer aus allen Gegenden hatte kulttvire« lassen, gecharrvacte, fast gän»Nch wieder unter. Da ward der letzte Sprößling dergroben,raufen, Eonradin von Schwaben, durch Carl von An-lvu g«s dem Schaff»« gevoferl, und die Bessern nnv Gedrücktenduckten mit sorgenvollem Herzen umher, nach einem Erretter ausder Gefahr, in der Verwirrung die Beute eines Mächtigern zu wer-den , »ach einem Ordner des ChaoS. Da führte daS Schick!«»Rndvlph 1., den Grafen von HabSburg, auf DeutschlandsTdrvn, und die kräftige -and dieses großen Mannes brachte baldwieder, wenn auch durch harte Maßregeln, Ordnung in das Ganze.Der Adels Raubschibsser wurde» zerstört, dek Faustrechrs Gräueltast gauzlich abgeschafft und das Interesse der gegen die kaiserlicheMacht immerfort anstrebenden großen Fürsten dmch Verhetratbun»gen an den Thron unmittelbar mit weiwr Politik geknüpft. Oest--terch, Ticiermark und Kram eroberte er von Ottokar, der Böhmen^°N!g. uno ward der Stifter einer Dynastie, die jetzt noch im weid«Stamme auf Oestreichs Tbronc herrscht. Er starb layl.anvrechks von Oestreich, RudolphS zweiten Nachfolgers, Re<-ward wichtig durch die während derselben errungene Frei,e«. 0 Schweizer unter Wilhelm Teil. Unter Heinrich VII.»von rupemburzi erhob sich der berühmte Streit zwischen den Gnel-ten und Gibellinen , als fortgesetzter Kampf der Hvbcnsraufischen Er-ven gegen den Papst, Heinrich zog nach Italic» zur Vermittclmig,und eine neue Gefahr drohte der innern Ruhe und Gesetzmäßigkeit:rn Deutschland. Ais ihn in Italien der Tod ereilte, sah das armeverlassene Reich abermals zwei Könige, Friedrich von Oestreich undLudwig von Baiern, an seiner Spitze, die mit wüthender Erbit-rernng sich bekämpften. Ludwig siegte, erhielt auch die Kaiser-von, Papste, konnte aber nicht neue heftige Irrungen mit demve«. Vater verhüten, der nun ganz Deutschland mit dem Interdikt^Me. Da schloffen sechs Kurfürsten des Reichs (ausgenommen«U?-^O den -liurverein von izz8, alS Gegengewicht wider dievarstiiche Einmischung ,n die Königswalil; jeder Fürst, der die Srim»«i,n!Ü^>rhelt künftig für sich haben würde, sollte ohne Widerspruchkel »Earl VI., König von Böhmen, Heinrichs VII. En-tzerr Ludwigs Leben zum Gcgenkonig gewählt, ward Allein-

v v der ibm eutgegenstellende Gegenkdnig, Günther

qesivrd.n war. Er vennedrte die königlichenReich, .b durch Einiührung des BriefadelS, und gab demweichen d" organisches Gesetz „1 der goldenen Bulle <>356),Kurkürü,« Konigswahl, das ausschließliche Wahlrecht der siebenund Dran/ Mainz, Tr-er, Edln. Böhmen, Pfalz. Sachsen^'«ndenbnrgi die Primogenitiir <s. die,. Art.) in den Kuttä«-