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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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einander zu unterscheiden und jede richtig zu bestimmen. Diagno-stisch, anzeigend, znr Erkenntniß einer Krankheit dienlich; eindiagnostischer Umstand, d. b- ein solcher, aus welchem sich die Naturder Krankheit oder der Sitz des lieb ls genau erkennen laßt.

Diagonal-Linie, die; heißt die gerade Linie, die in einemQuadrat oder Viereck von dem einen Winkel zu dein entg-gengesetzccnWinkel gezogen wird, und all» die Spitzen beider Winkel mit einan-der Verbinder.

llli->Aran>nis, jede marhcmatische Figur, welche zur Erläu-terung eines Satzes oder Beweises dient.

Dia leer, der; beißt die Mundart, die Aussprache der Wör-ter nach Verschiedenheit der Nationen.

Dialecnk, t) bei den Alcen bald Logik oder Vernunft-lehre, bald Dispulirkunst, gelehrte Slreitkunst; Kunst,sich der Trugschlüsse zu bedienen. 2) bei Kanr: bald Schein ver-nünftelet, bald Scheinbestreltungslehre, bald Schein-tugendlehre.

Diallcle. das; Art eines verdeckten Trugschlusses, oder einsogenannter Cirke! im Demonstrircn, da man aus einem Satze, dernoch unveriviesen ist einen andern beweisen will, z. B dieHöllenstraseirsind ewig. weil die Verschuldungen des Sünders ewig sind (indemer einen ewigen Gott dadurch beleidigt); und die Verschuldungen sindewig. weil d,e Hdllenstrafen ewig sind.

Dialog ist Gespeäch, d. i. mündliche Unterredung -wische"mehreren Perwnen. Er ist enigeqengesctzr dem Monolog oder Selbst-gespräch. Der Zweck aller mündlichen Unterredung ist entweder Er-forschung oder Mittheilung meines Wissens oder Fühlens an einenAndern, und es kann daher didakMch oder lyrisch seyn. Werdendie Worte durch Enkichlüsse zur That, so daß das Gespräch durchausHandlung bewirkt, so -nkstebt da« Dramatische, wobei in dem Ge-dankengange lebendige Bewegung und Spannung auf den Ausgast-herrsche. Man sieht leicht, wie die Kunst dazu kam, manches in dctForm des Gesprächs darzustellen. Bei diesen Darstellungen ist st*an die Bedingungen der wirklichen Unterredung gebunden. Daß nichtvon Unterredungen des gemeinen Lebens die Rede sey (wofern diesnicht absichtlich nachgeahmt wird), sondern von Unterredungen Gebil-deter, unv daß also Verständlichkeit, Richtiakeir, Retuheir und Be-stimmtheit des Ausdrucks überhaupt vorausgesetzt werden, verstehtsich von selbst. Auch bedarf es kaum einer Erinnerung, daß d'.e Aus-drücke nicht gesuchr und die Verbindung derselben nicht studirt sev»müssen, indem alles den Schein des augenblicklichen Entstehens habe"soll. obschon der Dmlog der Kunst allerdings gefeilter und strengetsey» wird, als der Dialog des Lebens. Der Dialog der Kunst sollseinen Stoff, (Wahrheiten, Gefühle, Handlungen,) in einer ästhe-tischen Form darstellen, d. h. alles Einzelne soll auf eine wohlgefällig^Weise sich an einander reihe» und zu einem schönen Ganzen verknü-pfen. Sind es Wahrheiten, so sollen diese allmälstig entwickelk »>'"von ihrer ersten Dämmerung in der Seele bis zu ihrer vollen Klar-heit verfolgt; sind es Handlungen, so sollen sie aus ihrem Ke>>"enkwickelr werden, der Entschluß allinählig reifen und in That überge-hen. Dort wie hier ist beständig innere Hanblung, wenn gleich nichtimmec äußere Begebenheit. Dieß innere Handlung wirb lebhafte*i) durch die Narur des Gegenstandes, denn unr ein wenigstens zn>er-