Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Erscheinung des Sehens durch Linsengläser und die Zusammensez-»"ng derselben, folglich die Theorie der Fernrohre, Vergrößerung«-glaier rc. her. Die Alten kannten diese Wissenschaft nicht. Dieder neuern Zeiten hat ihr ungemein viel zu verdanken.L)urcd sie, oder durch Hülfe der Gläser, die sie bilden lehrte, sind"'"ilchljchxn Mge Gegenstände erreichbar geworden, von de»bis dabin nichts ahndete; Kepler, Willcbrvrd,rr^'^lllus zu Leiden, E a r te si u s, N e w ron u. A. erweiter»L - uur dicke Wissenschaft, sondern gründeten auch einen gro-vne, - ^ ihrer Entdeckungen auf dieselbe. In unsern Zeiten hak»>,,<) Dollond durch seine wichtigen Erfindungen die Dioptrik„,"^>»cin bereichert. Kästn er lieferte zuerst eine vollständige An-nenvmit, der allgemeinen Arithmetik auf die Dioptrik.x Dioscuren, aus der Fabcllehre, Kastvr und Pollnr, die bei-Millingsföhne des Jupiters, welcher sie nach ihrem Tode unter, ,, 12 Zeichen des Thierkreises am Himmel versetzte, wo man siea!/-? . ^ Namen der Zwillinge kennt. Die Seefahrer.riefen sie beiElchen Stürmen um Rettung an, die ihnen denn auch, sobald> «e am Himmel sich wieder sehen ließen, zu Theil ward.

Diphthong, ein Doppellaute!, oder ein Laut, der aus zwei»uiainmengesehten Vokalen, Selbstlautcrn besteht, z. B., au, ei.^ rpls,l» 5 mu«, die Verdoppelung; eine Figur in der Latci-" Prvsodie, da ein Eonsonant verdoppelt wird, um die vorhcr-» pende Sylbe lang zu machen- z. B. i-oilißio stattein A,kplom, eigentlich ein Doppelbrief, d. h. ein Bncf, der nurZusammengelegt ist und dadurch in zwei Hälften getheilt„..-"-Man versiebt aber allemal unter Diplom eine mit Unterschriftden beglaubigte Urkunde, in welcher Rechte, Freiheiten, Wär-en,? n - lk werden; z. B. ein Adelsdiplom, d. h. ein Adelsbrief,ga, >."""ude, in welcher der Adel ertheilt oder bestätigt wird. Erstall,. Hv/rathsdiplom erhalten, d. h. die Bestallung oder den Bc-tzi» ""A^brief zu dieser Würde. So auch Dvktordiplvm, Magister-t?n »>. Diplninatsrium ist eine Sammlung von Ab chrif-

ren alter Originalurkunden.

g, , Dipiomati k. Der Name Diplomatie kommt her von demd k Luschen Worte Diploma, welches von dem Zeitwort Diploo,lege zwiefach zusammen, abgeleitet ist, und eine zusammenge-ki, ^chM bedeutet. Die Deutschen haben es übersetzt durch Ur-bei?°b. wobei man mehr auf den Inhalt als die äußere Bcschaffen-rrie,, ^ - ch"> bat. Urkunde nun und Diplom als Cvnonyme gcnvm-sch?e?,-^ Diplomatik oder Urkundenlebre die Wissenschaft von densei??,: Aufsätzen, welche über Rechte und Thatsachen «»feine

ter?,, o verbindliche Art ausgefertigt sind, nnd den spä-Tk?i,^"^^änni völlige» Beweise dienen. Sie macht sonach einenschule? ^ historischen Quellenkunde aus. Nach den drei Hanptab-witr,!?' her allgemeinen Geschichte müßte es nun eigentlich eine alte,der 2°^ ""h "e,"e Diplomatik geben, zumal da es wirklich fast vongibt n, Buchstabenschrift in Gebrauch kam, auch Urkunden

und khhker, Phönizier, Babvlouier, Perser, Hebräer, Griechenbewa»,? ?^s civilisirte Volk d,r allen Welt schrieb Urkunde»,jurRli^ dieselben,n Archiven, und machte von ihnen historischen,Divlnm ? politischen Gebrauch. Gleichwohl datirt mcui dieals "icht s° weit zurück, indem man weniger auf das Wesen^ Form, weniger auf den Inhalt als die Materie sah. Weil