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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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kaistrl. Kapelle zu Wien, wurde 1770 wegen seiner Verdienste umdie Musik vom Kaiser Joseph lk. in den Adelstand erhoben, und zu-gleich z»m Forstmeister in dem kaiserlichen Antheile von Schlesien, stwie 000 dem Fürstbischof von Breslau zum Agpelldirettor ernannt.Unter seinen lh-akrafiichen Kompositionen, deren es sehr viele gibt,erwarb ibm die Oper: der Doktor und Apotheker, die erste,^welche „ach Art der Italiänisch n mit langen Finale'« vers den ist,und welche er 1786 anfs Wiener Theater brachte, den größten undausgezeichnetesten Beisallc sowie schon vorder seine 1; charakte-ristischen Sinfonien über Ovids Metamorphosen (wel-che er i?8Z zu W en aufsüdrre, von denen aber bis jetzt nur drstdurch den Stich bekannt geworden sind) wegen der Neuheit dieses Ei»-falls so wohl, als auch überhaupt der Erfindung sich besonders aus-zeichneten. Sogar die Italiäner haben seiner Deutschen Musik 'Wi-sche Worte untergelegt, und führen seine Opern in Italien mit glei-chem Beifall auf. Er starb, nachdem er 2 Jahre vorder mit ?oc> G»>-den Pension zur Rnhe gesetzt worden war, in ziemlich bedrängte»Umbänden auf dek Herrschaft des Freiherr« Ignaz v. Srillkried, »»*Zi. Okt. 17YY. Seine Selbstbiographie, zum Besten seiner hinter-lassenen Familie »8oi erschienen, gibt äußerst interessante Aufschlüsseüb-r Dirtersdorf selbst und mehrere Compositenrs.'

Diuretisch, durch den Urin abführend, harntreibend. Daist-äiur-ti«!». harntreibende Mittel.

vinrnalo ist ein Auszug des Breviers, oder das Gebetbuchfür die katholischen Ordensgcistlichen, worin die von ihnen zu verschie-denen Stunde» täglich z„ verrichtenden Gebete enthalten sind.

Divan, Diwan, der; l) da« höchsteStaatskollegium bei denTürken, das sich wöchentlich an bestimmten Tagen versammelt, nistJedermann offen steht. Der große Divan wird allemal Dienstag"von dem Großberrn selbst gehalten. Sonst ist noch einem jede»Pascha fd. 1, ein Befehlshaber über eine Provinz) ein Divan j»tSeite gesetzt; 2) nennt man in der Türkei Divan ein von der Erdeeinen Fuß hoch erhabenes Gerüste. welches man in allen Sälen '»)?Zimmern der Paläste der Prwatversouen finder. Düse« Gerüste mmit einer kostdaren Tapete bedeckt, nebst vielen gestickten Kiist»-weltt"' an die Wand gelebnt sind. Auf diesem Divan ruht der Her-bes Hauses und nimmt die Visiten an. Daher werden im moderne»Ameublement eine Art Sopba ebenfalls Divan genannt. ,

Divergiren, von einander ablaufen, sich entfernen, ausbrei-te». Divergent, was sich in seinem Fvrtgange immer weiter»»"einander theilt. ,

Divertissement, Ital. l>iv«rliwsnlo. ein Jnstrunierikai-Tvnstück aus etlichen kurz ausgeführten, mit Tanzmclodien abivc«^feinden Sätzen bestehend, gewöhnlich von keinem bestimmten Chat»,tcr, sondern nur zur Eraöhung für das Obr. In Frankreichsteht man unter Divertissement auch die Tänze und Gesänge, weist'gewöhnlich «wischen den Äc en der Opern und Schauspiele angebrachtwurde . Da sie mir der Haupihandlung in keiner Verbindung st»"'den, so waren sie ein wahrer Ucbeistand, und konnten den Gebildten nur schlecht divcrtiren. .

Div - rs. 0 n, in der Kriegssprache, ein Ablenkungsangriff,eine veränderte Richtung, ei» Angriff von einer andern Seite, umAbsicht des Feindes z» vereiteln, oder seine Aufmerksamkeit auf e'-»-andern Punkt hinzurichten, und ihn zur Theilung seiner Macht r