Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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2§2 Dor

am meiste« geschäht. ,4) Poetische Priese, welche ganz in der, dieserDichtungsart eigenthümlichen, aetälliaen und leimten Manier ge-schrieben sind. ;) Erzählungen und Fabeln. Unter den letzter« sindverschiedene glücklich erjäblr und vcrsificirt; indessen ballen die we-nigsten eine Zusammenstellung mir ibren Vorbildern aus. Dabingeboren auch mehrere Deimche Fabeln, vvnLessing, Gleim, Gel-iert, Hagedorn und Limtwekr. Doratlasdie Deutschen Diä>*ter, v. rmutblich aber nur in den Huberscbrn u, bersehungen. §tdat selbst eine istssstv I s ^,0 ssis ^Ilsmanä« geschrieben, inder er ihr viele Geremrigkeit wiederfabren läßt.

Dordrecht oder Dvrtrecht, eine große und reiche Handels-stadt in Südbvlland an der Maas. Sie hat das vortheilhafte Recht,daß alle auf dem Rdein und der MaaS ankommende Schiffe daselbstausladen und den Zoll entrichten müssen, so wie auch die Gtapelgo-recbtigkeir von den Rheinweinen. Auch treiben die Einwohner, be-reu Anzahl sich auf 20000 deläufc, mit Wein, Getreide und Ho»starken Handel. Im Jahr 1618 ward hier die unter dem Nanie»der Dordrechtschen Synode bekannt gewordeneÄirchenversan»»-lung gehalten, in welcher die Lehrsätze der 'Arminlauer verworfen u»oderen Schlüsse überhaupt als ein Äirchengesctz der Holländischen re-sormirren Kirche angenommen wurden.

Dorsfrieden, heißt an manchen Orten die Umzäunung d"Dorfes nach dem Felde zu.

Doria (Andreas) eiu Genueser, geboren zu Oneglia 1468, ze>^riete sich schon als Jüngling als Seehcld in den Kriegen gegen b>-Seeräuber und Corsicaner aus, und wurde baun Admiral der Fra»^--fischen Galeeren. Wegen einer Beleidigung von Französischer Gelt-ging er zu der Spanisch-Oesterrcichischen Partei über, und hindert-dadurch den ganzen Fortaaug d. s Französischen Waffenglücks in Ju-lien. Allein das Schicksal harte ihu nicht bloß zu einem großen S^c-delden, sondern auch zum Befreier seines Vaterlands bestimmt.

,1 na hatte nämlich seit izzy zwar ein lebenslängliches Oberhaupt'Doge; allein die Verfassung war so schlecht, und der ParteikaN'wso heftig, daß der Staat oft genöthigt war, fremden Schutz zu Achen, der gewöhnlich in eine drückende Oberherrschaft ausartete. ^war Genua bald unter Mailändischem, oder Oestreichischem, bawunter Französischem Joche. Jetzt (1528) als letzterer Staat Ge»»^besaß, überfiel Doria die Sradr, vertrieb die Franzosen »v»°Schwertstreich, erhielt zur Belohnung den ehrenvollen Namen Vsster und Befreier des Vaterlands, und verbesserte nunVerfassung des frei gewordenen Staats. Bloß 28 adeliche Faniim'bekamen Zutritt zu den höchsten Würden, und wurden alle Jahrewäblt. Das Direktorium führten aber der Doge und dessen Räth-,welche beide alle Mal nach zwei Jahren neu gewählt wurden. Jcdo"half der große Mann durch diese Einrichtung den Bedrückungen »»,-den Uebeln des Aristokratlsinus nur wenig ab, und viele seiner Stiltungen mußten durch ein Grundgesetz von 1570 abgeändert werde»,auf welches sich die nachhcrige Verfassung gründete. Ungeachtet Dort«die Wurde eines Dogen auf Lebenszeit erhielt, s» ging er dock »"s,der in Seedieuste bei Carl V. stritt mit ausnehmendem Glück ges-_die Türken und Corsaren, und starb endlich l züo in einem Alterfast yz Jabren. So vortrefflich und edel auch der Cbarakrer d>e -unvergeßlichen Mannes war, und so sehr ihn die Genuebr vereoten, so wenig konnte er doch den Neid vieler Großen von sich enlse»'