bildeten den «Zirkel, in dessen Mitte die Marquise du D-ffanv du.'H
Anmuth und Verstand alle entzückte. Doch es überfiel üe ein gro^
Uebel. Sie ward blind. Schon un Jahre -752 hatte sie nicht >ütdIchreibe» können; eine Reise nach Chamrond zu ihrem Bruder, »e^ .. - würd«'
Grasen Bichy, blieb ohne gehoffce Wirkung. Ihre Augen wurwimmer dunkler und im März 175z schrieb sie an ihre Tante, diezogin von LuvneS: „ich bin blind, Madame! man lobt meinen»her so sehr ich auch das Unglückliche meiner Lage füble, so würde
*) Hierher hatte sich die Herzogin von Maine zurückgezogen, nadem sie wieder in Freiheit gesetzt worden war. weiche sie„ehttierin an der B,rsH«vbruns gegen he» Regenten auf ein»Kett verioren Hatte.
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Du-Deffand (Marie de Bichy Gamronb, Marquise) geb.lüg? auS einer edel» Familie der Provinz Burgund, ward im Älostekder Magdalena von Lresnel zn Paris erzogen und entwickelt! schon >"
»alter Jugend die liebenswürdigen und glänze- den Eigenschaften, di*ihr einen Namen gemacht habe». Ihre Settern verheirat!' ten fie > 7 '^an den Marquis de Dü -Defsand; doch war dieie Ehe nurvon kurzer Dauer; der Tiorwauo, das« sie mit einem Manne von so''
«her Charakter-Schwäche und Unleidlicvkeit sich nicht wob! befindenkönne, war hinlänglich sie von ihm wieder zu rreimen, doch die wahreUrsache soll eine frühere Liebe gewesen iern, die fie freilich, weil st'arm war, nicht harre geltend machen können; doch als der Tod ibretGroßmutter ihr eine Reute von 4-xx) Li». verschaffte, suchte sie cwverbüßtes Band wieder zu zerreißen; dieß gelang ibr zwar, do«v >>*
«10 ßre die«ränkung erfahren von ibrem Geliebten sich aufgegeben, ldrenvnvedachrcn Schritt, als das Mährchc» des Publikums, von allstWelt gekabelt nnv von ihren Freunden sich verlassen z» sehen.
«rlt fie nicht ganz von der Lheilnabme an den Galanterien des danw'ligen Französischen .Hofes frei sprechen, ja selbst wissen, daß sie einig'
Zeit lang der Gegenstand der ausschweifenden und entehrende» Leiden'schafc d. S Regenten, Herzogs vvnOrleans, gewesen sey. Do«entschuldiget man sie auf der andern Seite, und bewundert, daß st, ^bei solcher Jugend, mitten im Strome der ausgelaffco^en BcrgstA-ungen, rings umgebe» von den verführerischesten Beupicien der gttk'ten Sirtenlosigkcir, aus diesem Sturme aller Lcidenschasie» dowLiede zur Offenheit und Wahrheit gerettet bat, und ras lebhafte E''fühl über ihre eigenen Fehler und Schwächen. Und au? demst'st's"GesichtSpuncre betrachtete man auch ihr vertrauliches Verbättmßdem Präsidenten Henault, das bis zu dessen Lob (> 77 °) wahrte-A» dem glänzenden Hofe der geistreichen Herzogin von Maine/"Eceaur'), kam sie mitVoitaire, Polignac, Fonrenelle'
La Mokte, Madame de Lambert. Mademoiselle Del«"'oav und Madame de Stael in nahe Berührung, doch forrgekin^von den Reizen der Hauptstadt gab sie Sceaur wieder auf, wo sieauch wegen ihrer galanten Abenteuer sich compromirrirt fand,suchte sich durch den Umgang mit den größten und ausgezeichnetste"Schriftstellern des In-und Auslandes, die sie in ihrem Hause 'sammelte, zu entschädigen. Diderot, Madame Düchateic«die Herzogin von Bouillcrs, Pont-de-Bevlr, Henaü« 'die Herzoginnen von Grammont und Cbaulnes, vHerzog von Choiseul, der Marquis Beauveau,
Hume, Horace Walpole, Montesquieu und andere
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