Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Ebe zi7

aber hier zu weit führen würde. Aus allen Erscheinungen ergibr sich,baß Ebbe und Flulv durch den Einfluß des Mo„d,s und der Sonneauf unsern Erdkörper herrühren. Dies erkannten schon die Alkeistderen Kenntniß aber noch nickt die Vollständigkeit haben konnte, wie^ x ^ man sie an allen Orten des Meeres beobacht, t hat, wäb-rend sich ,hrx Beobachtungen meist nur aus das mittelländische Meererstreckten, wo Ebbe und Fluth bei weiten nicht so bemerkbar sind,wie in andern Meeren. Unter den Neuern stell en Galilei, Des-"rtes, Kepler, Newton und Viele andere verschiedene Hypo-thesen auf, die aber nicht alle Erscheinungen derselben ganz vollstän-b>8 erklärten. Daniel Be rnou l li, Euler und la Lande habenendlich durch ihren Scharfsinn diesen Mangeln abgeholfen, und diesePhänomene so erklärt und alle dabei vorkommende» Umstände so auseuiandergesetzt, daß nichts zu wünschen übrig blieb. S e haben ausdem Gesetze der Gravitation bewiesen, daß wenn eine Kugel vonbeträchtlicher Größe, die mit einer dünnen Lage eines flüssigen We-sens umgeben ist, in allen ihren Theilen gegen einen äußern Punctober Körper gravitirr, die sie umgebende Flüssigkeit die Kugelgestaltverlassen und die Form eines elliptischen Spdäroibs annehme» muß,besten Are gegen den anziehenden Körper gerichtet ist Ze näher nunber Mond der Erbe ist, desto größer muß auch seine Wirkung aufEbbe und Fluth seyn, und eben dies gilt von der Sonne; denn dieSchiv, re deS Wassers gegen diese Körper wächst in dcniselben Ver-hältniß, jn welchem das Quadrat ihres ilbstandes von der Erde ab-rnmmt. Die Trägheit des Wass-rs und die Umdrehung der Erde ver-spätet nicht nur die Fluth, sondern vermindert auch ihre Höhe.

. Eben bäum. Mehrere Bäume führen diesen Namen z. B.der bekannte Bohnen- oder Linsenbaum iahurnuni), der

wepindische Aspalach (^»palarsiu, oben»»). Auch ein gewiss, r dreivls vier Fuß hoher Strauch, der in Ereta wächst, und von einigen^pstemalikern zu dem Gl schlechte der Wvllbäume (snili)»i8) vonandern zu einem besondern (Ebenholz eben»») ger,chnel wird. führtdiese Benennung. Aber keiner von all-n diesen Bäumen liefert daspechschwarze, schwere, feine und feste Holz, welck s g>wiknlich durchbe» Ansatz echtes Ebenholz unterschieden wird. Der Baum, vondem diests berühmte Holz kommt, ist lange unbekannt geblieben, undevan hat noch bis letzt keine völlig gewissen Nachrichten davon. Dochversichert man, daß nur der innere Kern das im Handel vorkommende^-venholz gebe, und daß das äußere Holz, der Splint, weiß und schwam-ri,3, Er soll ü iigen» eine weiße Rinde, breite Blätter, wohl-F.!^e"de Blüthen und eßbare den Misteln ähnliche Früchte haben,beste Sorte von Ebenholz soll auf Ceilon wachsen; es wird aber'dhr schwarzes von Madagaskar »nd der afrikanischen Küstebei?» . gebracht. An Schwere soll das schwarze Ebenholz alleund Holzarten übertreffen. Es hat einen b ißenden Geschmackeinen sonderbaren, doch aber nicht unangenehmentreil„.»8 brauchte man dieses Holz als ein auslosende- ichweiß-

»isten ^ Mittel. Den stärksten Gebrauch machen davon die Ebe-kommr » Tischler zum Furniren. Das sogenannte erotische Ebenholzfärbe»?, vben erwähnten Strauche. Es bat auf dem vliven-aus Grunde schöne braune Adern, und sieht folglich nickt schwarzUnter d^ve Härte ist außerordentlich, und daher nimmt es auchwerde..?" Meißel auf der Drehbank eine vortr,flicke Politur an. Es" daraus allerlei musitalische Justrnmente verfertigt.