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Ebenbürtig, gleich gebürtig, von Aeltern gleiches Standesgezeugt. So müssen z. B. bei dem echten Adel die Kind r ebenbür-tig seyn, d. h. Vuter und Mutter müssen beide von al ein Adel sepu.
Eberhard (Johann August), gebort unter die Manne., de-ren Veldienste grober sind, als ihr Ruhm. Er wurde den Zi. Au-gust I 7 ZY zu Hälberstavk geboren. Hier erhielt Eberhard seinenersten Unterricht, n„d ging 1756 nach Halle, um sich dem rbevloai-schen Studiuni zu widmen. Er kehrte 1759 in seine Vaterstadtzurück und wurde Hauslehrer des ältesten Sohnes des Freiherr«von der Horst. Im August 176z wurde Eberhard Konrektoran der Marrinischule und zweiter Prediger an der Hospitalkirche,wobei immer noch sein voriges Verhältniß mit dem Frechern, vo»der Horst fortdauerte. Noch in demselben Jahre regte er feintAemter in Halberstadt wieder nieder und begleitete den Freiherr«von der Horst nach Berlin, wohin dieser als Präsident der Kur-märkischen Kammer berufen wurde, und blieb mehrere Jahre indiesem Hause, auch nachdem derselbe 1766 Staatsminlsier gewordenwar. Die Verbindung mit dieser Familie hatte auf Eberhardswissenschaftlichen, geistigen und geselligen Charakter einen höchst vok-tbeilhaften Einfluß. Hier fand er eine ansehnliche Bibliothek, Mußtzum Selbststudium, Umgang mit gebildeten Geschäftsmännern undPnvatp.rsonen, wo er genöthigt war sich anständig und lebba"auszudrucken, und eine Schreibart gewann, die nachher vielen sei-ner Zeitgenossen ein rühmliches Muster wurde. In Berlin wurdeer mir Nicvlai und Mendelssohn bekannt, und bald entspauusich unter ihnen die engste Freundschaft. Uebrigens lebte Eberhardmehr wie ein bloßer Philosoph und Weltmann, als wie ein Geistslicher. Doch um seines künftigen Fortkommens wegen trat er na»zwei Jahren in den Predigcrstand zurück, und zwar als Predigetbei dem Berlinischen Arbeitshause. Sein Gehalt war dabei »N-glaublich gering, und deswegen erhielt er in seinem Bestallungssbriefe das ausdrückliche königliche Versprechen, daß er nach zw^Jahren eine andere und gute Anstellung erhalten sollte. Er hostleiu Berlin zu bleiben, und schrieb uin diese Zeit seine Neue AP"'logiedeSSokrares. Die Gelegenheit zu diesem Werke g«be«ihm die Angriffe des Predigers Hosstede in Amsterdam, in»er Beurtheilung des Bclisars von Marmvntel, auf die T"'gend und Seligkeit der vortrefflichsten Männer des heidnischen Abterlhums. Uebrigens hatte er den Zweck, den wichtigen Gegen-stand ganz von neuem abzuhandeln, alles was für oder wider dieTugend und Seligkeit der Heiden anzuführen ist, unparlciiisch »ol-zustellen und in der Wagschale der Vernunft und Schrift gegen ein-ander abzuwägen. Alles dieß hat er auf eine sebr vorzügliche Welleausgeführt, und bei aller Richtigkeit, philosophischem Schärfst«"und nöthigen Kühnheit im Denken zualeich eine so geschmackvolleund zum Zweck gehörige Vclesenheir, einen solchen Reichthum »o«Ideen und neuen Ansichten, so viel Nachdruck und kleben in derSchreibart angebracht, daß man über die abgehandelten Materienschwerlich etwas gründlicheres und angenehmeres lesen kann. u «7es dem Verfasser gern verzeiht, wenn er hin und wieder in D>gresstonen, die nicht so eigentlich zur Sache gehören, ausschweife-Dieses Werk erhielt den Beifall ciiisichtsoolstr und edler Mann»in Deutschland und im Auslande, es wurde aber auch von Viele«für anstößig gehalten, daß ei» Prediger auf solche Art über Ren-