Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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zdsiscbt'n Kriegsgefangenen «nd während den Französischen Jnvasio«neu l8oz uiid i8oy ein Militärhospiral. 2 n dem letzter« Jahrewohnte Kaiser Napoleon durch einige Wochen in dem sogenanntenSchlüge Hofe zu Ebersdorf, als die großen Ackerten m der Lobau be»trieben und die Vorbereitungen zu den Schlachten von Aspern undWagram getroffen wurden.

Ebert (Johann Arnold) berühmt als Dichte? und trefflicherUebccseher, besonders Englischer Werke, wurde den z. Febr. 172z zuHamburg geboren Den ersten Unterricht erhielt er auf dem dortigenJohanne-!!«, wo noch znm Theil eine sehr zmechwtdrige Lehrarr herrschte-Mehr Nahrung für seinen Geist und Ermunterung seiner Wißt?/aierde fand er ant dem Hamburgischen Gnmnasium. Noch vorcheil-hafter für ihn wurde die Bekanntschaft mit l^m Dichter Hagedorn,an welkem er, ungeachtet des Abstandes ihrer Jabre und damaligenKenntnisse, nicht bloß einen Gönner und wohlthätigen Unterstutzer, son-dem auch einen wahren herzlichen Freund fand. Sogleich der erste»Ausgabe feiner Oden und Lieder fugte Hagedorn eine von Cberr ver-fertigte Ueberfetzung der Abhandlung des de la Nauze über dieLieder der alten Griechen bet, die er mit Recht eine schöneUeberfetzung nannte- Selbst die Erlernung und Liebe zu der Eng»'scheu Sprache wurde bei ihm durch Hagedorns Ermunterung, wonicht zuerst geweckt, doch gewiß wirksam unterhalten. Seine N?'denstundeu wandte er auf de» Unterricht verschiedener angesehenerPersonen, auch des weiblichen Geschlechts, besonders in neuern Spra-chen und auf Verfertigung einer beträchtlichen Zahl, besonderslegenheirsgedichte. Im I. 174z ging er nach Leipzig, um dos?Theologie zu studlren. Doch trug ein besonderer Vorfall dazu bei,daß er seinen Lebensplan änderte, indem er die Hoffnung zu einerPredigerstelle aufgcb.n mußte. Kurz vor seiner Abreise dichteteer nämlich bei Gelegenheit einer Hochzeit eine Serenare unterder Aufschrift: Das Vergnügen, die von dem Musikdirektor G ö .r-ne r kompouirt und in einem öffentlichen Konzerte aufgeführt wurde,Dies Gedicht, ob es gleich gar nichts wider die Sittlichkeit enthielt,wurde dennoch von der damaligen Geistlichkeit und dem Rathe,Ueppigkeit befördernd, sclir übel aufgenommen, und er durfte »l»darauf r chmn zu einem geistlichen Amte befördert zu werden. H?'manistische Studien wurden nun der Gegenstand seiner Lhätigk"t«Während seines Aufenthalts in Leipzig nahm er auch mit sei»?"Freunden Giseke und Eramern an dem Jünglinge, einerdamals sehr geschätzten Wochenschrift, die auch jetzt noch nicht ver-gessen zu werden verdient, Antheil Nicht lange nach der Gründungdes Cöllegii Carvl ini in Braunscvweig winde er durch den AvrJerusalem im Jahre 1748 als Lehrer bei der damit verbundene»P.nsiotialanstalt angestellt, und unterrichte«? den Erbprinzen,nachherigen Herzog von Braunschw- ig, in der Englischen Sprach?,der ihn sehr lieb gewann »nd auch sein ganzes Leben hindurch schätzt?und ehrte. Um diese Zeit faßte Ebert de» Entschluß, seinen La»d»^lenten die Werke der besten Englischen Dichter und Schriftstellerdutch Ueberfetzung bekannt zu machen, doch hak er ihn nicht ga«»ausgeführt. Das vorzüglichste, was er nachher wirklich davon lie-ferte, waren Uounqs Nachtgedanken, deren Uebersetzuugaber schnell den Ruhm eines d r größten Meister i» der Ueberier-znnasüinst erwarb- Im I. 175z erhielt er die Grelle eine« ordent-lichen Professors am Earoliuum. Bis zum Jahre »77z lebte er «m