zz4 Cdu
Baliol und David von Bruce, welcher letztere gefangen nach Eng-land geführt wurde. Aber ein neues, für ganz Europa höchst m-tercssantes Schauspiel begab sich nun. Eduard wollte die Platze vonGuicnne, welche Philipp von Valois in Besitz genommen hatte, wie-der an sich ziehen. Die Flamänder, der Deutsche Kaiser und meh-rere Andere ergriffen seine Partei. Die ersten bestanden nun daraus,daß Eduard, nach den bestehenden Ansprüchen auf Frankreichs Krone,den Titel eines Königs von Frankreich auuehmeii möchte, und Ednarowählte dieses Mittel, um diese Verbindung zu Stande zn bringen-So ward damals die Lilie mit dem Leopard verewigt. Der K"-»mit Frankreich begann. Die Seeschlacht von l'Eclüse und die B«-taille von Creci (rzgü) entschieden für den König von England. DWFranzosen verloren in der letzter» zo,cxx> Mann Infanterie, ir^Ritter und 24 Fahnen; sechs Kanonen, welche die Engländer bet st«hatten, und deren Gebrauch ihren Feinden noch gänzlich unbekanntwar, hatten großen Antheil an diesem Siege. Eduard hielt sich wav»rend der ganzen Schlacht bei Seite; doch hatte er beim Ausdruck deoKrieges eine Ausforderung an Philipp von Valois geschickt, wann "sagte: daß er nichts weiteres wünsche, als sich mit ihm allein »»schlagen, oder ihn im Handgemenge zu treffen. Zwei Siege,.mzwei Lagen errungen, verschafften England den Besitz von Calaw,in welchem es 21c) Jahre lang blieb. Philipps Tod (izzo) fawchden Krieg aufs neue an. Eduard schlug den König Johann, PV--lixpS Sohn, in der Schlacht von Poiticrs, und machte ihn gefan-gen. Johann wurde nach England abgeführt, wo er vier lang-Jahre ausharren mußte; er war der zweite König, den Eduard 5"gleicher Zeit gefangen hielt; nie hat England dieß wieder erlebt-Eduards Sohn, Prinz Eduard von Wallis, Oberbefehlshaber in jenerSchlackt, zeichnete sich bei dieser Gelegenheit eben so sehr d»r«Muth als großherzige Gesinnung aus. Nach der Vataille ließ --ein prächtiges Mahl bereiten und bediente dabei den gefangenen Kö-nig, als wäre er seiner Offiziere einer; ja er schlug die Einladungdesselben, an seine Seite sich zu setzen, mit den Worten aus:kenne als Unterbau zu sehr den Abstand des Ranges zwischen «r-Majestät und sich, nm eine solche Freiheit sich herauszunehmen-Bei seinem Einzüge in London erschien er auf einem kleinen schwachzen Zelter a» der Seite des königlichen Gefangenen, der ei» pra«-tig angeschirrtes weißes Pferd riet. Aus dieser scheinbarendeichest des Siegers leuchtete jedoch ein wohl berechneter Stolz; denes ist gewiß höchst grausam, einen unglückliche» Eonverain den neu-gierigen Blicken des Pöbels auszusetzen. Mit Johanns Tobe (b-7.schien Eduards Glück sich zn wenden. Carl V. zog alle Englisch-sitzunge» i» Frankreich ein, und behauptete sich auch darin mitWaffen; Eduard starb in dem schmerzhaften Gefühls, die glanzenoe- ,
Thaten seiner Jugend durch das Unglück seines Alters verduittcc !
sehe» zu muffen. Seine letzten Tage wurden noch sehr durch sclnGünstlinge getrübt, »nd vorzüglich durch die Liebe j» AUr vo 'Pierce, welcher ihn zu gnauiliörlichen Festen und einer nncrvv.reVerschwendung mißbrauchte. England verdankte Eduard U>. woviel. Seine GerechtigkeitSIiebe, sei» Elfer, den Handel emporz -bringen, die Rechte der Naiisn zn befestigen, zeichnen "in vorueo , jlich aus, lind höchstens könnte mau ihm eine zuwcuen übertritt -Strenge, und den Ehrgeiz, auch König von Frankroich werden L