Z 40 Cgm
dem Tode des Kaisers trennte er sich von seiner Frau, betrachtete sieferner nur als seine Schwester und ward Mönch. Ludwig der Frommeverlieh ihm mehrere Abteien, denen er jedoch entiagte, um seinLeben in Seetgenstadt, einem von ihm gestifteten Kloster, zu be-schließen; hier starb er im Jahre 8Zy. Eginhard hatte sich durchsein Genie und seine reißenden Fortschritte in den Wissenschaften,Carls des Großen, an dessen Hofe er erzogen wurde, ZucraucNund Liebe erworben, und in seinem Herzen sich so sehr befestigt,daß Carl sich leicht entschloß, seine Tochter Emma oder Jm>»aihm zur Gemahlin zu geben. Daß diese dem schönen Deutsche«einst ein nächtliches Rendezvous in ihrer Wohnung gab, daß wah-rend der gefeierten Schäferstunde ein tiefer Schnee gefallen war,vlld Emma, um den Geliebten zu retten, auf ihren Schulter«ihn über den Schloßhvf trug, der früher erwachte Kaiser aber ausseinem Fenster die romantische Gruppe gewahr wurde, und stattzu strafen, das zärtliche Paar verband: dieß ist allen unsern Leser«zm Andenken. Daß Eginhard die Mönchszelle dem Schlasgewachder kaiserlichen Tochter in der Folge vorziehen konnte, können we-nigstens wir nicht begreifen. Er widmete seine Einsamkeit derFeder und schrieb ein sehr ausführliches Leben Carls des Gro-ßen, welches 1711. in 4. von Schmink mir Erläuterungen u«deiner Bioaraphie versehen herausgegeben worden ist; dock hat derProfessor Bredvw in Helmstädt im I. igoü ei» weit vollkommene-res Werk darüber geliefert. Eginhards Annalen von Frank-reich von 741 bis 829 sind r?n. in 4. zu Utrecht herausgekom-men. Auch hat man von ihm noch wichtige Briefe für die Ge-schichte seines Zeitalters, die zu Franks. 1714 Fol. erschienen st«"'Man schreibt ihm sogar ein Projekt zn, nach welchem das Deuts?"Meer mit dem mittelländischen und schwarzen durch zwei K«««'"mit einander verbunden werden sollte, von denen der eine die W.bindung zwischen der Mosel und der Saone hergestellt, der ««'dere aber einen Weg vom Rheine nach der Donau geöffnet habe«würde. .
Egmont (Lamorgl Traf von). Von ihm, den Göthe,"Genie für die Kunst verewigt hat, wie das Schicksal ihn s«rGeschichte, von Egmont, dem cdeln Grafen aus den Niederla«v-mwollen wir erzählen. Er ward geboren 1522 in einer großen is-ländischen Familie. Er widmete sich den Waffen, und erwarbunter Carl V-, dem er 1544 nach Afrika folgte, großen R«
Als General der Kavallerie unter Philipp U. zeichnete er!>«in den Schlachte» von Samt Qmntln (1557) und Gravelincsvorzüglich aus. Aber als Philipp nach Spanien abgereist w«s-un> die Strafgesetze und die Inquisition wieder herzustellen, «««''Egmont an den Unruhen» die in den Niederlanden st« elhovon-Antheil, bemühte sich jedoch dabei, die Gtatthalterin der Provin-zen und die wider diese vcrschwornen Edeln zum Frieden »«zur Mäßigung zu bringen. Er schwor sogar in die Hände v --ser Prinzessin, „daß er die römisch-katholische Religion unlersiuz-ze«, die Heiligthnmsschänder züchtigen und die Ketzerei ausrer"wolle." Doch seine Verbindungen mit dem Prinzen von Ge -nien und den vornehmsten Anhängern desselben machten ,ihn vc>>Hofe zu Aranjuez verdächtig. Er und der edle PhilippMontmorencp, Graf Horn, wurden die Opfer des Fanac-mus und des Hasses. Beide ließ der Herzog von Albs,