Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Egm Ego 941

Philipp 17 . nach den Niederlanden geschickt hatte, nm die Aufrüh-"r zu bezähmen, zn Brüssel hinrichten. Dieß geschah am 5. Juni7 in Egmvnts 46. Jahre. Er siarb mir vieler Resignation undMit dem Muthe, der den frühen Helden bezeichnet. Der Franzö-ülche Gesandte meldete dieß Ereigniß seinem Hofe mit den Wor-^n: „ich habe dieß Haupt fallen sehen, das zwei Mal Frankreichilttern machte!" Cgmont hatte vorher an Philipp 77 . geschrieben,".daß er nie ekwas gegen die katholische Religion unternommen undM" seine Pflichten als guter Unterthan verletzt hätte;" aber mauOssete nicht darauf. Man wollte ein Erempel statuiren, und wasMan eigentlich dabei wollte, das drückt sich in Philipps n. eigene»Worten hierüber aus: „er habe diese beiden Köpfe fallen lassen,Meil ein paar solche Lachskvpfc mehr werth wären, als mehreremuiende von Fröschen." Die unglückliche Gemahlin Egmonts, Sa-Mne von Baiern, kam eben an dem verhängnißvollen Erckutions-Mge in Brüssel an, um die Gräfin von Aremberg über den Todmres Gemahls zu trösten» und eben war sie erfüllt von dieserPflicht der Freundschaft, als sie das Schicksal des eigenen Gemahls"fuhr. Egmonts Sohn, Philipp 77 . treu, ward von diesem ander Spitze vou ro.voo Mann dem Herzog von Mayenne zu HülfeSeschjckt. Bei seinem Einzüge in Paris empfing er die Schmeiche-leien dieser Stadt, und der Magistrat erwähnte in seiner AnredesM ihn auch der Verdienste seines Vaters. „Schweigt von ihm,""ef Graf Egmont, „er verdiente den Lob als ein Rebell!" S»mrgch der Sohn zu Rebellen, deren Sache zu vertheidigen er kam!

unglücklichen Egmont Nachkommenschaft erlosch in Procv-plus Franz Graf von Egmont, der General der Kavallerie"s Königs von Spanien und Brigadier der Armeen des Königs> Frankreich war und kinderlos zu Frag« in Arragonicn (1707)88 . Jahre starb. Der bekannte MarimUran von Egmont,von Büren, General en Chef Kaisers Carl V., war von"ner andern Linie und zeichnete sich als braver Soldat in den Krie-Un gegen Franz 7 . aus. Er hinterließ nur eine Tochter, die ersteGemahlin von Wilhelm von Nassan, Prinzen von Oranien. Sein^od, der 1548 zu Brüssel erfolgte, war von einer Merkwürdigkeitgleitet. Sein Arzt, Andreas Vestale (so erzählt man), sagte ihm>"ne letzte Stunde voraus; er gab daher-seinen Freunden vorher einUopes Fest, beschenkte sie reichlich, legte sich nach vollendetemAhle zu Bette und starb, wie man behauptet, zu der von Ve-a bestimmten Stunde. Der Präsident von Thon nennt ihn"groß im Kriege, groß im Frieden, treu und hochgesinnt."

^.°,i s.m, Eg 0 ismns. die Selbstsucht. Man versteht dar-a,,?r lsteientge Eigenschaft, da der Mensch immer und überall nurÄ ftlbst, nur auf sein I» sieht, sich selbst zum alleinigenUecke macht, und alle andere Menschen so betrachtet und gebraucht,sie bloß um seinetwillen da wären. Der Eigennutz und dieist mit einem gemeinschaftlichen Namen Egoismus. Einder e?' d" io denkt, dem nichts wichtig ist, als was ihn angeht,rv_ um nichts bekümmert, als was ihn betrifft, der nichts thut,?us nicht ein Vortheil oder eine Annehmlichkeit für ihn selbstist, der denkt und handelt egoistisch, selbstsüchtig, undst,, Egoist, ein Selbstling oder Selbstsüchtler. Die Eg 0 i -' »st vom Egoism in der Sache nicht verschieden. Man will