Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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tieuen Gestalt der Umgebungen anpaßte. In Carre selbst stellte erdw Ruhe wieder her, da die Einwohner sich empört und viele Fran-zosen, besonders Gelehrte, Künstler und Handwerker ermordet hat-ten, so daß am 2z. und 24. September förmliche Gefechte in derStadt geliefert worden waren, bis nach einem großen Blutbade diern die große Moschee gcflüchteten Empörer sich aus Diskretion erge-ben mußten; Cairo ward hierauf mit Forts umgeben, die ehemaligeCitadelle wurde wieder ausgebessert und die alte Janitscharenstadtbefestigt, um das Volk desto eher im Zaume halten zu können ").Nachdem Bonaparte Egypten eine Organisation nach FranzösischenGrundsätzen gegeben hatte, drang er nun bis Suez vor, und um ei-"em Anfalle der Türken, die in Syrien sich zu sammeln begannen,zuvorzukommen, marschirte er (am 27. Febr. l?yy) mit etwa 15 bis»8,000 Mann aus Cairo in drei Kolonnen mit den Generalen Rey-uier, Bon, Lannes, Lambert, Kleber und Mvrat nach Syrien ab.El-Ärisch, ein Fort mitten in der Wüste, au der äußersten Gränzezwischen Afrika und Asien, wurde nach einem hartnäckigen Kampfe mitben Mamelucken und Arnauten, genommen, vergrößert und mit Ar-tillerie und Soldaten besetzt. Jaffa wurde mit Sturm genommen,«nd ungeachtet der zahllosen Schwierigkeiten, der mancherlei Krank-heiten, die einrisscn, und der ungünstigen Jahreszeit, trotz allerHindernisse, welche die Englischen Schiffe längs der Küste veranlaß-ten, machte die Armee doch die glänzendsten Fortschritte. Die Na-hlosiner, ein Volk in den Gebirgen von Napolos, stellten sich th-uen unweit Jeta in den Desilceu entgegen, mußten ihnen jedochZeichen, und Caista am Fuße des Carmels überlassen. Diese Ero-berung war wichtig wegen der großen Magazine, die sich dort besan-nen. So drang die Französische Armee über Palästina bis St. Jean-b'Acre vor, dessen Belagerung sie nun unternahm, nachdem die näch-ste» Umgebungen der Stadt von den Feinden gereinigt und die feind-uchcu Magazine zu Saffet, Nazareth und Scheffang in Beschlagbenommen worden waren. Außer mehrern unbedeutenden Gefech-ten mit den Einwohnern, und selbst mit Englischen Schaluppen»welche die Franzosen von der Seescite beunruhigten, fiel auch noch<"n Berge Tabor eine Bataille vor, worin die Generale Kleber>>nd Mürat bei Jafet und Jaffa die Oberhand behielten. Unterdes-sen aber war es den Engländern, die auf den Fregatten Theseus undTiger unter Sir Sidney Smith vor St. Jean - d'Acre angekommen'varen, gelungen, die Türkische Besatzung darin durch einige hundert-vcann Soldaten und Artilleristen zu verstärken und sie mit Muni-u°n zn unterstütze», und daher war es möglich, daß die Türken-ehn Stürme abschlagen und trotz des heftigsten Feuers aus den

'j Bei Gelegenheit dieser Unruhen war es, wo Bonaparte in einer Pro-klamation an die Einwohner von Cairo die ewig denkwürdigen Wortesagte: „Kann irgend ein Mensch wohl so blind seyn, bog er nichtsehen sollte, wie das Schicksal selbst alle meine Unternehmungenlenkt? einem jeden von Euch könnte ich Rechenschaft abfordern überdie geheimsten Empfindungen seines Herzens, denn ich weiß alles,selbst was Euer Mund noch nicht ausgesprochen hat; aber es wird einTag kommen, wo alle Welt überzeugt werden wird, daß ich durchhöhere Befehle geleitet werde, und daß alle menschliche Anstrengun-gen nichis gegen mich vermögen. Glücklich find diejenigen, welche»»erst mlt Offenheit mir vertrauen ! "