Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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z6o Eich

tel, Fässer, Ellen, Wagen rc. eichen. Dieses Eichen «errichte»dazu bestimmte Personen, welche das zu eichende Maß oder Ge-wicht mit dem von der Obrigkeit festgesetzten und angenommenenvergleichen, es demselben gleich machen, und als demselben gleich miteinem darauf eingebrannten Stempel oder anderen Zeichen bezcicb'uen. Ein Fischergarn leichen, die Maschen desselben mit dem Strick-spane messen, ob sie etwa zu klein sind, so daß sich die junge Brütdarin fangen kann, was nicht geschehen darf. Die Schiffe eichen,bestimmen, wie viel sie halten.

Eichhorn, das, welches in Eueopa, Asien und Nordamerikain Wäldern lebt, gehört in die natürliche Ordnung der Nagc-thiere. Dieses wohlgebildete, flinke und reinliche Tbier hat eine»langen haarigen Schwanz, den es im Sitzen aus den Rücken legt.Die Farbe ist gewöhnlich fuchsroth. Mit dem Schwänze bedeckt essich auch gegen Regen oder heftige Sonnenstrahlen. Der letzte Ge-brauch desselben hat seinen lateinischen Geschlechtsnamen (Soiurus).der ursprünglich Griechisch ist, und Schattenschwanz bedeutet, veran-laßt. Die Ohren stehen aufrecht, und sind an der Spitze mit stei-fe» langen Haare» besetzt. In einiger Entfernung scheinen sie Kör-ner zu reya, welches vermuthlich zur Benennung des Thiercheus Ge-legenheit gab. An den kurzen Beine» hat es lange Pfoten, welchees zum Klettern sehr geschickt machen. Die zwei Schneidezähne i»der untern Kinnlade sind beweglich, so lange es lebt. Die Nahrungder Eichhörnchen besteht in Knospen, Kernfrüchten und Samen derBäume, daher sie auch in den Forsten, wo sie in Menge sind, vor-züglich in den Fichten - und Tannenwäldern, beträchtlichen Schade»anrichten könne». Nüsse und dergleichen sammlen sie in hohlen Bäu-men, oder in selbstgemachten Löchern in der Erde. Nur Pfirsichen-und Aprikosenkerne sind ihnen Gift. Ihr gewöhnlicher Aufenthaltsind die Baume, auf welchen sie auch, wie die Leistern, von Reiser»-Laub und Moos ihre Nester bauen, die eine schmale Oeffnung undein kegelförmiges Dach haben. Jedes Paar hat deren wohl vier-So schnell sie auf den Bäumen hin - und herlaufen, so wenig sindsie im Stande auf der Erde lange auszuhalten. Hier ermüdenbald uns können leicht erhäscht werden. Einen bevorstehenden Sturmoder em Ungewitter verrathen sie durch Pfeifen und Klatschen,begeben sie sich dann in ihre Nester, deren Oeffnung sie aufSeile, wo der Sturm herkommt, verstopfen. Das Weibchen wirftim April z—7 Junge, die mau leicht zähmen kann; nur muß n"*"ihnen die Vorderzähne ausbrechen, wenn man vor ihrem heftig»und oft gefährlichen Biß gesichert seyn will- Gezähmt machen.dieleThiere dem Liebhaber viel Vergnügen. Ihr Springen, ihr Sitzen-die Art zu fressen und überhaupt ihr ganzes Betragen ist possirftAund auffallend. Sie lebe» höchstens zehn Jahre. Ihr Fleischwohlschmeckend, und ihr Fell benutzt man zu Pelzwerk; besondersschätzt man die schwarzen und weißen aus den nördlichen Ländern,und die, welche im Winter grau werden, und das bekannte Grau-werk geben, wovon die Bauchseite insbesondere V ehwam h-ißt»Die Schwanzhaare dienen den Malern zu Pinseln. Natürliche Feindeund Verfolger der Eichhörner sind der Fuchs und der Baummader-^

Eichefelb, ein Gebiet von 40 Qnadrcktirieilen und 4 Städten-wovon Dudersiabt »nd Heiligenstadt die vorzüglichsten sind, zwischenThüringen, Hessen und Grubenhagen. In Obereichsseid, dem gr»"