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zählte, die Redaction der eleganten Zeitung, ohne den mit GpaziersLod erloschenen Kampf zu erneuen. ' Beide Zeitungen gingen fried-lich neben emander bis im Herbst igoü, wo Merkel vorn Schauplatzabtrat und der Freimüthige aufhörte. Zwar lebte dieses Blatt iistnächsten Jahre wieder auf, aber in andrer Gestalt und Tendenz. Die1a.-ge Fehde vatte aber den ursprünglichen Character der elegantenZeitung merklich verändert, der Streit hatte eine gewisse Gründlich-keit nöthig gemacht, die für bloß elegante Zirkel nicht mehr ga»äpaßte. Sie erforderte gebildetere Leser, die man leider in jene» Zir-keln nicht immer antrift, auch berücksichtigt ihr zweiter Herausgebermehr die wahrhaft Gebildeten als die Eleganten. So hat sie mitnoch manchen ander» Nebenbuhlerinnen, unter denen jedoch nur da»Mvrgenblatt und erst neulich die Miscellen zur Weltkunde eine ehren-volle Erwähnung verdienen, ihren Weg friedlich und mit ungcrheu-tem Beifall bis jetzt fortgesetzt, ohne es ganz vermeiden zu können,der Unbill der Zeit ihren Tribut zu zahlen.
Elegie. Gewöhnlich denkt man sich unter Elegie ein KlEoder Trauergedicht (Threnodie), und sein Griechischer Name deutetallerdings auch auf diese Bedeutung hin, indem er nichts ander»besagt als: „Ach! Ach! rufen" (L! L! loxein). Die Griechenund Römer aber hatten Elegien,, welche nur von dem Versmaß die-sen Namen führten und des verschiedenartigsten Inhalts waren.elegische Versmaß der Alten war das Distichon, der mit demmännlichen Herameter abwechselnde weibliche Pentameter, und >»dieser Versart verseufzte nicht bloß die Traurigkeit den saufst'»Schmerz, sondern, wie Horaz sagt, auch
Die Freude, und die ihres süßen WuuschcSGewahrte Liebe
bediente sich ihres leichten Ganges. Selbst aber die KricgsliedetneS Tprtäos undKallinos bewegten sich in dicsemMaß; lehrendesdicht, Herolde, sittliche Sprüche wurden bei den Alten elegisch dar-gestellt. Wie es kam, dop nachher sanfte Schwcrmuth als Eha>^ter der in dieser Versart dargestellten Poesten galt, läßt sich Ubesten historisch darthu». Man muß zunächst auf den Ursprung vPentameters zurückgehn. Vöttiger hat im ersten Band von M- >lands attischem Museum dargcthan, daß der Pentameter aus den»Gebrauch der kriegerischen Lvppelflöte der Lpoier entstanden stADie ältesten Dichter, die sich seiner bedienten, sangen daher »"Kriegsgesänge in diesem Splbenmaß. Eine zweite Periode destamererS beginnt mit dein Kvlophonicr Mimnermos, der i»i Gel!»seines weichlicheren Zeitalters zuerst seiner Doppel siöte und st"'"Pentameter sanftere Empfindungen einhauchte, und dep Flötenft^lern, Nanno Liebeselegtee» vorsang. Er wurde deshalb von dem ^
lenhum für den Stifter der zärtlichen und sanftklagendcn Elegie sst
halten. Mit Simonides endlich beginnt die dritte Periode, denn «dieser sich des Distichons am liebsten zu seinen Grabschftfte" mLodtenepigrammen bediente, nannre man ein solches, kleines GenuaElegeion, und da diese am häufigsten auf Grabmälern gesehen >>>gelesen wurden, fing man an, die ganze Gattung des Sylbcnmape,das seitdem beständig zu Inschriften gebraucht wurde, Elegie zu mneu. Niemals wurde jedoch jenes Svlbeuniaß ausschließlich st"oder Trauergedicht gebraucht, und man würde daher wehl.r" .Gedichte in elegischem Splbenmaß von der eigentlich