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unterscheiden, daß es schwer ist, dasjenige zu bestimmen, was dtäeigentliche Epopöie charakterisirt. Diese Schwierigkeit wächst nochdadurch, daß die vorvandenen Muster dieser Dichkungsart genau ge-nommen so wenig mir einander gemeiu baden, und höchstens bloßdarin, daß sie insgesammt Erzählungen von Handlungen find, kau««der nur rarin, daß jedes derselben auch nur die Darstellung einereiuzigen wäre, mit einander übereinkommen. Mau hat daher von je-her andre und andre, und ineistenthctls bloß minder wesentliche Ncben-hegriffe, wie z. B. die Mitwirkung der Götter, den Geber auch desWunderbaren, die Nothwendigkeit heroischer Personen, die sehr »n-bestimmte Vorstellung der Größe und Wichtigkeit der Handlung ».s. f. der Definition mit beigemischt, und dagegen nicht genug das-jenige herausgehoben, worin eigentlich das Wesen der Cpopbie be-steht , und woraus die wichtigste» Gesetze dieser DichtungSart hes-fließen." Kragt man jetzt weiter, worin denn nun aber dieses ei-gentliche Wesen bestehe und wie man es finden könne, so wird ina"wohlthun, sich zuvörderst des leitenden Princips zu erinnern, wa-ches derselbe Kunstlichter zur richtigern Unterscheidung der TEtungsarreu aufgestellt hat. Was sich als eigne Gattung hier gebe»will, kann den Titel seiner Rechlmäßigkeir aus nichi« anderm ao>o>-ten, als aus der Mtur der Einbildungskraft und der verschiedene»Möglichkeit dichterischer Wirkungen. Nur insofern es der allge«r>-neu Beschaffenheir unserer Einbildungskraft noch eine dichtem»^Stimmung gibt, die von allen andern wesentlich verschieden ist, k"5"derselben eine eigne Gattung entsprechen. Dieß ist also diezu welcher man immer zurückkehren muß. Diesem aber zu Folge vfinirt Humboldt die Epopöie also, daß sie sey eine solche dichtekll»Darstellung einer Handlung durch Erzählung, welche unser GeM»Ain den Anstand der lebendigsten und allgemeinsten sinnlichen Betrogtung versetzt. „Man brau-vt nur," sagt er, ,. diesen Austaa? ^„au zu entwickeln, nm zugleich zu allen jenen wesentlichen CWschafren der Epopöie: der reinen Objektivität, der lebendigen Dl» .lichkeit, der vollkommenen Totalitär, und der Abwesenheit aller ichen Parteilichkeit, welche die Freiheit der Ansicht verhinderte, oselbst zu gelangen. Die Hauptmerkmale j» dieser Definition st"" ^BegriffderHandlungund der Erzählung. Vorzüglich >1»letztere wichtig, von welchem auch die ganze Gattung ihren -men hat. Streng genommen hätte man aus diesem ibr ganze»fen ableiten können." Versuchen wir, das hiemit Angedeutete -was weiter auszuführen. Hiezu bemerken wir nur zuvörderst ,es nicht eigentlich eine Handlung tst, d. h. Entschluß vi»Ausführung durch einen Akt der Freiheit, welche da« Epos "» i ^(denn diese Handlung gehört dem Drama an), sondern »es ^
heilen. Begebenheiten aber sind etwa- Vergangene«, » ^
Vergangene läßt sich bloß erzählen. Was nur erzählteben damit schon in eine mildernde Ferne gerückt, wirkt mm» . jg,dringend mächtig auf die Empfindung als das G.rsrnw»
Drama, läßt der Betkachtong eben dadurch mehr Spielraum,tet mehr Ruhe. Somit ergibt sich als Charakter des Sp°» - . Are-Darstellung de« Fortschreitenden (denn Erzählung ken>" nbeirdes, bloß Schilderndes, Beschreibendes, sondern tsttvr ^nach im immerwährenden, aber, stetigen, Fortschreiten ve«^^Demnach erscheint der Dichter durch seine ganze Darstellung
in besonnener Fassung, ruhiger Haltung, und dreier 1 «n ^