Z28 Fac Far
d. h. durch Thatsache». Er hat mich faktisch angegriffen, d. h»thätlich. Faktische Umstände sind eben so viel als Thatsachen.x«eeor (eigentlich Macher) heißt in der Rechenkunst jede der Hel-den Zahlen, die mit einander multiplicirt werden; z. B. 4.6 sind die Faktoren von 24. Faktor, ein Geschäftsführer oderHandlungsvorsteher, der aber die Geschäfte nicht für sich, sondern.im Namen.des Besitzers verwaltet. So werden z. B. die Aufsehe-in den Buchhandlungen, Buckdruckereien, Fabriken u. s. w. welch-die Stelle des Prinzipals vertreten, Factore genannt. Faktor-'',die Wohnung eines Faktors oder Geschäftsführers; desgl. ein Ha»vlungöbauü, das ein Kaufmann an einem fremden Orte hat,, u'iodem ein Factpr in seinem Namen vorsteht; z. B. die Engländerhaben in Ostindien, in Petersburg und andern Gegenden, die »>,w-unter ihrer Botmäßigkeit stehen, Factoreien, d. h. Handlungsha«scr. l'-e lorum. d. h. Alles in Allem; z. B. er ist in diestwHause das rorun,, d. h. er gilt darin Alles, ordnet alles anu. dgl. Factur oder Ircrur», die Rechnung über Waaren, b>-ein Factor oder Kommissionär für einen andern eingekauft hat,ihm nun mir Angabe der Preise und Kosten, des Maßes und G-s.wichts zusendet; überhaupt aber auch jede spccificirte Rechnung u»--gclieferte Waaren. Fackurbuch, das Waarcnrechnungsbuch, wormdie abgehende» und einlaufenden Waarenrechnnugen (Factureu) cmgetragen werden. Facturband, ist eine Schnur, auf wei«-die Kaufleute die Fakturen, die Avisen oder Nachrichtsbricfe,wie sie solche von ihren Handelsfreunden erhalten, aufreihen. .
Fakultäten. Die gesammtrn Wissenschaften, welche aufvcrsitäten gelehrt werden, ordnen sich unter vier Abtheilungen 00-Facullätcn, welche nach und nach in folgender Ordnung entstand^zuerst die philosophische, dann die theologische, später die E'stische und zuletzt die medicinische. Papst Gregor IX. ist -k-erste, der i2Zi alle vier Fakultäten erwähnt. Die ersten L-'Ms,hießen und Oovtoi«», später erst kioke»»ore». Allei
einer Fakultät gehörige Professoren bilden das Oollsginm f»o^r»ri». So unvollkommen auch diese Eintheilung ist, so hat siedoch noch auf allen Universitäten erhalten.
Faden, ein Scelängenmaß von ü Schuh oder t Klafter. ^
Fächser, heißt jeder zur Fortpflanzung bestimmte uud >» „Erde gepflanzte Gewächszweig; insbesondere die umgelegten Wemden, wenn sie zwei Jahre alt sind und Wurzeln fassen. ,
Färberrölbe, Krapp, wird, wie schon der Name >e».zum Rvthfärben gebraucht. Ungewiß ist es, ob diese Pst"»^.ursprünglich Deutsches Gewächs ist, oder ob sie erst vor elmvJahren aus Indien nach Pcrsien, und von da nach Venedig, ^ ,„ien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland gebracht "den. Verordnungen wider die Verfälschung des Krapps m ^land vom I. i;Z 7 , st wie ein von, Kaiser «Larl t- den «nwnern des Znider-Sees ertheiltes ausschließliches Privilegium i xAnbau dieser Pflanze», scheinen hinlänglich zu beweise», W gxGebrauch dieser Pflanze schon Jahrhunderte alt ist, »ud -«s 'nicht erst im I. 1737 von dem Französischen Chirurg Mewlerdeckt worden sey. Die Färberröthe aus Smyrna, welche oasRoth von Adrianopel geben feil, wurde erst feit kurzem in D»»land bekannt.