Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Fält

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Fäulniß, die; der dritte Grad der GLHrirv-, in »el-brm sichsowohl vegetabilische als auch thierische Substanzen, eine jede nach'hier Eigenthümlichkeit oder Natur, freiwillig, unter Entwickelun»kohlensaurer, stick- und wasserstoffbaltigcr Gasarten, denen durchdie Beimischung von mehr oder iveniger Schwefel und Phosphor eil»eben so mephilischcr Geruch zugesellt ist (was jedoch mehr bei Käu.iung thierischer Substanzen gesunden wird) zcrietzen, und zuletzteine mehr oder weniger erdige reine Masse zurücklassen, an der dievorausgegangene Fäulung durch den diesen Akt begleitenden Geruchtnwcilcn uoch lange errathen werden kann. Ein sehr geminderterGrad oder gänzliche Aufhebung der Lebensthätigkeit, Zutritt derLust, Wärme und Feuchtigkeit, Aimäherung schon faulender Sub-stanzen bedingen, unterhalten »nd vollenden sie, jedoch ist der Aus.druck von Fäulung bei noch vorhandenem, wenn auch sehr vermin,dettcm Leben nicht so deutlich; daher auch nur Geneigtheit zursänlniß in den sogenannte» Faulfiebern, Faul krau kheiten,und nicht wahre Fäulniß angenommen werden kann. Beim kalte»brande eines Theiles hingegen ist wahre Fäulung, hier ist aberauch in dem brandigen Theile alles Leben völlig verschwunden, eSist eine örtliche Fäulniß zn nennen. Man unterscheidet die Fäu-mng vegetabilischer und animalischer Substanzen. Bei erstem gehtalles langsamer vor sich, sie »lüssen mit Wasser angefeuchtet seyn,der Gestank ist nicht so durchdringend, der Ruckstand ist schwärzlich,"Lig, gesäuert und mit Kohle verbunden; letztere faulen schneller,Gestank ist viel durchdringender, es entwickelt sich mehr Srick-M. der mit WafferstoffgaS zu Ammonium verbunden größten-teils sjH verflüchtigt, sobald dieses sich gebildet hac, es vermin-sich die Masse der faulenden Substanzen beträchtlicher, un»"rchtS als eine fette, schmierige, noch stinkende Erde (r-iro-u ,->i-t-'!) bleibt zurück, die erst sehr spät so austrocknet, daß sie wieAlbe aussieht. Boissicu hat den zur vollkommenen Zersetz»»?forderlichen Zeitraum in vier Perioden getheilt. Fälschlich wir»Fäulung thierischer Substanzen alkalische Währung genannt,M sich nicht allein Alkali (Langcnsalz) bildet. Fehlen mehrereAbU'guugen, so kann zwar auch eine Zersetzung der BestandtheileMotzen, die aber nicht Fäulniß ist, so z. V. verwandeln sich im^ern der Erde die Vrgecabilien rn bituminöse, versteinerte Hdl-M »n Torf, Erdharze mancherlei Art. Richt so ist cS unter glei-sn Umständen mir thierischen Substanzen der Fall, diese habe»i» ü Feuchtigkeit in sich werden unter der Erde für sich warm,sann selbst ist etwas Luft, sie faulen nur langsam; so z. B,^au beim Ausgraben der Leichname auf dem Kirchhofe -l»,«nd !" Paris, daß manche in einer Zeit von sieben, dreißi?wohreren Jahren, aber auch manche früher ihre weichen Theile,oo>, hatten. Je mehr Leichname zusammen auf einem kleine»bild-- liegen, desto später faulen siezn einer erdigen Masse, sienik e" noehr eine serfcnarkige Masse. Da die Bedingnisse zur Fäul-Sä» konnt sind, so kann man, wenn man sie entfernt hält, viein Md abhalten, wonach das Räuchern, Austrocknen, Kallhalten,sind einlegen, Einpökeln, Gerben der Leder berechnet; ist daherarii^ den, Aegyptischen Sande Körper ohne weiteres Zuthun mumicn-Hiikv,- trocknet worden. Die Fäulnis wird benutzt, um mancherleiaocemiiigen verschiedener Substanzen möglich zu machen, so z.P. b»--'t-viiv.Ltx. Zweiter Band. L l