Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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so streng und nachdrücklich gegen deu schlechte» Geschmack seiner Ztlreifert, errh.ilt Falcouet gerechte Lvblprüche; er lobt besonders s-!«rStalüen von Ai-rander, von Pygmalion und der Freundschaft. Namseinem Urtheil besaß F-lconet eben so vrel Genie als Bildung. einenfeinen Geschmack und viel Wahrheit un Busdruck; nur tadelt er,daß ibm der Beifall seiner Zeitgenossen mehr gegolten als der Rübmbei der Nachwelt. Wir müssen der Wahrheit gemäß hinzusagen, dasi !er allerdings die Alten nicht in gebührenden Würden dielt, und sei«'Werke nuhr malerisch als statuarisch kompvnirle. Dennoch ewob " ^sich weit über sein Zeitalter; das beweisen alle seine zahlreich'?Werke. Von seinen Schriften, die si» eben so sehr durch Ech^i*sinn und Witz-als durch heftige Leidenschaftlichkeit charakterisier^nennen wir seine Usstixion» ,ur l» »oalprur» und seinerlon» »ur In ilotus üe »I»ro-Luidl« sk sur »uj«t» rol»""

»NX i,o»ux.,rl,. Man hat mehrere vollständige Sammtuugcu stüner Werke.

Faleruer-Wein, der; ein alter Italiänischer Wein, der»»''ben Römern sehr doch geschäht, auch vom Horaz gerühmt w»l°AEr wuchs auf dem Falerner Gebiet i» Campauieu, jetzt Terra'''

Laooro.

Falk (Jvbaun Daniel), geboren zu Danziq im Jabre l77°'lebt jetzt als herzoglicher Legation sralh zu Weimar. Seine früh "wachte Lernbegierde hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämest^deuu sein Vater, welcher arm und seines Metiers ein PerrückcnM^«her war, hatte ihn kaum nvlbdürftig lesen und schreiben lerne»seu, als er ihn schon bei seiner Profession gebrauchte, und diebegierde des Knaben, die sich besonders in einem großen Haüg lA,Bücherlesen äußerte, auf alle Weise zu unterdrücken suchte. A",,seine Neigung wuchs nur durch den Widerstand, und da ibni W 'rnand mehr Bücher gab, trug er sein kleines Spargel» in die :biblivthek. und lag Gellerts, Wielands, Lessings u. A. Werke ^Tag und bei Nacht. wie sich ihn, eben die Gelegenheit darbot. Ustand er zur Winrerszeit lesend unter einer Laterne auf freierund wenn er über sein langes Anßeubleibeu zur Rede gesetzt w»'so gab er vor, bei seinem Großvater gewesen zu seyn. Dttstr «ein Franzose» Chalion mit Namen, und Falk lernte von ihmzdsisch. Aber mit den Jahren nahm seine Unzufriedenheit M»

Lage zu, die ihm die Befriedigung seiner liebsten und einzige«sche so sehr erschwerte, und er faßte den Entschluß, das jaHaus zu verlassen und zur See zu gehen, um in der Fremde > ,Heil zu versuchen. Wirklich entfernte er sich und irrte einigein den Wäldern von Weichselmüudc herum; da ihm aber die Sw >>die Mitreise verweigerten, weil er nicht Englisch verstand, mer wieder zurückkehren. Nun war er vor allem bemüht, diesem"'.^gel abzuhelfen. und wandte sich in der Absicht an einen Gpraw»^ster, der ihm großmüthig genug nnenkgeldlichen Zutritt i»Kollegium verstattete. Die Entbehrung aller Hülfsmittel aver vderte eben so sehr seine schnellen Fortschritte, als ibm verspott le»vornehmen und reichen Mitschüler oft diesen Unterricht, vervi" ,Doch seine Beharrlichkeit siegte auch hier, und als er beiHeubuna einst sogar den Preis davon trug, zog er die Aufmer>' ^keit undLheilnakme seines Lehrers in deinMaße auf sich, Falkdie Bettern nach langem Widerstreben dahin bewog, den hgs

stndiren zu lassen. E» kam er mit dem sechszehnten ^ahre« >