Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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letztere die Versicherung gab, daß er ihm das Wohlwolle«, dessener bei seinem Vorgänger genossen, unvermindert erhalten werde, setzteer hinzu: Ich thue es um so lieber, da Farinclli nie die Gunst nochdie Freigebigkeit meiner Vorfahrer gemißbraucht hat. NachdemFarinclli zwanzig Jahre laug die höchsten Ehren in Spanien genos-sen hatte, sah er sich genöthigt im I. 176t nach Italien zurück^kehren. Er wählte Bologna zu seinem Aufenthalt, und ließ HMeine Stunde von dieser Stadt ein geschmackvolles Landhaus baue«,auf welche- er die Zuschrift setzen ließ: ämgliioo Dlrso», o^o «lo-inum. Hier erwarb er sich da- Verdienst, den P. Martini zur Abfastsnng seiner Geschichte der Musik zu veranlassen, die dieser gelehrte L«<terator jedoch nicht vollenden konnte. Farinelli setzte ihn ist den Stank,die ansehnlichste Bibliothek für Musik zusammeuzubrtngen, die manje in Europa gesehen hat. Er starb im I. 1782, noch in seiner Z»>rückgezogenheit unablässig mit der Literatur und der Musik beschäftigt,nachdem er in einem glücklichen Alter der Huldigungen seiner Mitbür-ger und besuchender Freunde in reichem Maße genossen.

Farne se (Peter Ludwig) war der älteste Sohn Papst Paulsder ihn aus einer geheimen vor seiner Erhebung auf den päpstliche"Stuhl geschlossenen Ehe erzeugt hatte. Der Papst ertheilte ihm dieHerzogrbümer Parma und Piacenza im I. izg;, welche dieser »emFürst mit eben so viel Stolz als Ausgelassenheit beherrschte. Er er-bitterte dadurch seine Unterthanen in einem so hohen Gkade, daß "in Flore») ermordet ward. Seine Nachkomme» besaßen die beide»Herzogthumer bis auf den Kardinal Antonio Faruese, welcher im 4 '17zr starb. Seine Nichte, Elisabeth Farnese, Gemaliu Philipp-von Spanien, vererbte sie auf ihren zweiten Sohn, der sie im JA17ZZ dem Kaiser Carl Vt. abtrat, und dagegen das Königreich beide»Sicilien behielt. Peter Ludwigs Enkel, Alerauder Farnese, wargroße Feldherr, der Spanien in den Niederlanden so wichtige Die»!'*leistete, wo er auch im I. izyr als Generalstatthalter starb. „ ^Farnesische Palast, der, in Rom, nach dem ModellTheaters des Marcellus vv» Michael Angelo erbaut, ist ebe"'sehr durch seine Schönheit als durch die herrlichen Kunstwerke berüvm.:die er in sich faßt. In der berühmten Gallerie desselben haben »'Brüder Carracci acht Jahre hindurch ihre vorzüglichstenstücke gearbeitet. Im Hofe desselben sah man den vortrefflichen ° ".-xnesischen Herkules, eine bewundernswürdige Flora »»v»Urne der Cacilia Metella; auch gehörte zu diesem P"^',--rungeheure Gruppe, die unter dem Namen der Fa rnesische S(Toro) bekannt ist, welche aus einem Stier, fünf Menschen «nauem Hunde besteht, und unstreitig die größte marmorne Krupp»der Welt ist. Dieser schöne Palast gehört jetzt dem Könige von acpel, dem er durch die Farnesische Erbschaft mit allen Seltenm«zugefallen ist. Das kaiserliche Haus warMiterbe dieser unschatz»»'Verlasfenschaft; und vielleicht wäre dieses der Zeitpunkt geweimit diesen unschätzbaren Kunstwerken unser Deutsches Vatcclanvbereichern. Die vorzüglichsten dieser Kunstsachen (ob alle, können«nicht sagen) sind vor einigen Jahren »ach Neapel gebracht worden,sie das einzurichtende Museum im Gebäude der Stubj zieren soss-"'„Farquhar (George) ein Englischer Dramatiker, war >07» §Loudonderv in Irland geboren. Er verließ Dnblin, wo er auf sa- ,>»ar, um sich mit einer Gesellschaft von Schauspielern zu pere«»'"

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