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Fellenberg (Philipp Emanuel) Sohn einer patrieische« ffa-milie, ward den 27. JuniuS 1771 zu Bern geboren, wo sein mitvielseitiger Gelehrsamkeit ausgerüsteter Vater ein würdige« Mitgliedder Regierung war und zugleich für die Erziehung seines Sohnessorgte. Allein »lehr noch als dieser beschäftigt- seine Mutter, eintEnkelin des berühmten Admirals Trvmp. sich mit der Erzieb»»ssdes Lohnes. Begeistert für all-s. was edel, recht «nv schon war,haßte sie mit Leib« nschascllchkclt die Selbstsucht, dieß Gift aller Seeleu'große. Sie war sehr religiös; die Muiter der Armen; die Freundinder Volksfreihnt- Alle diese Gefühle und Gesinnungen suchte sie umadlässig dem Eokne einzustoßen. Auf den Knieen belchwvr sie ihn c>'«es Vages, besser z» werden, als der alltägliche Haufen der Zeitg"'rossen. „Die Großen" sagte sie „haben ,a überall ldre Freunde, n»dvs fehlt ihnen nicht. Aber du, sey du der Freund der Armen, dc»Verl^ssinen und der Unterdrückten. " Eben so sah man sie eines T»'ges bitterlich weinen, als sie befürchtete, das nm Freiheit kämpfe»»»Amerika werde endlich der Gewalt England« unterliegen müsse»'Solche Lehren mußten auf das welche Herz eines Knaben die tiefst'"Eindrücke hinterlasse», der gewohnt war, alles mit jngendllcheni U»°gestüm zu umfassen, rnd haben auch noch im männlichen Alter sei";Unternehmungen geleitet. Im Jahre l7y; kam Fellenberg in b»^Inst.tut des ehrwürdigen Dichters Pfesfel zu Colmar, undda wieder nach einigen Jahre» in die Schweiz zurück. Sein jab^langes ununterbrochenes Sludiren schwächte seine Gesundheit, abernie seinen Enthusiasmus für Arbeiten, die ihm das höchste Gut >»»'ren. Um sein allzulebhastes Temperament z» zügeln und jede Sei»',verlangn»«« in seinem kleinen Wirkungs'reife zu üben, that er st»'!willig auf die feinern Speisen und Geiranke des väterlichen TiM.Verzicht, begnügte sich mit Wasser und Brot, oder einfacher Hast'!grüzsuppe, härtete seinen Körper ab, und verwendete sein Ersparn»zu allerlei Zwecken, die ihm wohlthätig schienen. Am meisten w»-es ihm neben seinen Vorbereitungswissenschaften um Kenntniß " ,Menschen in allen Ständen und Verhältnissen z» thun. Zurdüng der Lehrjahre begann er früh die Wanderjadre. Allein anst»'in großen Städten, lebte er in unbekannten Dörfern mir dem Mv ädgssen Gebräuche, Bedürfnisse und Ideeukrejse er studirte. S«er sich während der Zeit, die bis zum Ausbruche der Revolutio».der Schweiz dauerte, nicht nur in allen Cankoneu seines Vaterlan"und in Graubündtcn, sondern auch in Frankreich, Tirol, Sckwa,.ßund andern Deutschen Ländern oft ohne bestimmte Zwecke und » §durchs Spiel des Zufalls geleitet herum. So sprach ihn z. B;zTages »u Rigolsau, wo er eine Wasserkur machen mußte, ein 1»»^,Frauenümmer an, er möchte eiuen Obcim desselben zu einem rr»ilichern Glauben belehr-n, da er. von religiösen Schwärmereien»leitet, au seiner Seligkeit verzweifelte. Der «»trag reizte den Hgen achtzehnjährigen Menschenbild»» um so mehr, je abenrene«her es ihm vorkam, daß er einen dreißig Jahre ältern Mann ,ren sollte. Der Lftelm war leider tanb. Fellenberg machte "Mdald durch Geberden verständlich. Der Man» gewann ihn liev,sie wurden einig, ein Jahr lang mit einander ganz ass»'".»'"see z» leben, um zu vcriuchen, ob einer den andern j» seinem »sden »"er Unglauben bekehren könnte. Es gelang keinem. Aue«ser Vorfall und die Bekanntschaft eines rLiihrigen Genftrs, »