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thekerkunst zu entsagen, um sich ganz seiner Liebllugsneignng »u wid'me». Von nun an lebte cr vomPorträtircn undIeickenunterricht,»»"si<b nebenbei auch in der Dichtkunst; aber seine Arbeiten sowohl >»dieser als jener Kunst bewiesen bei manchen löbliche» Eigenschaft^"doch, daß sein Beruf nicht in der Ausübung derselben sey. In L» 0 'wigslust, wohin er sich aus einige Zeit begeben hatte, lernte FAnow ein junges Frauenzimmer kennen, a» welches ihn bald die reinsie Liebe knüpfte. Wie sollte sein allem Schönen geöffnetes,HAnicht auch dieser süßen Neigung sich ergeben haben? Das MädA"war aus Weimar, und beredete Fernow leicht, ihr dahin zu folgAindem sie ihm die günstigsten Aussichten vorwalte. Leider fand "sich getäuscht; Mißmuth und zugleich die gebietende Noth ließenWeimar verlassen, um nach Jena zu gehen. Hier machte er dieikanntschast des trefflichen Reinhold, aus dessen Vorlesungen »Abald sehr vertraute», Umgänge er den reichsten Gewinn für sich WIn Reinbolds Hanse machte er die Bekanntschaft Baggesen's, A»m Begriff war, nach der Schweiz und Italien zu reise», und gl "7in den ersten Tagen Fernow den Antrag machte, ihn dahin zu beg">ten. Dieses unerwartete Glück führte schnell und unverhofft oenach höherer Ausbildung ringenden Jüngling a» daS Ziel stA,kühnsten Wünsche. Er sah das Laich vor sich aufzethan, das alsgepriesene Pflegerin der Künste »nd im Besitze der köstlichsten DA,mäler alter und neuer Kunst, ihm allein Befriedigung seinerbegierde versprach. Die Reise ward schnell beschlossen, beide trau,in Bern zusammen, hatte» aber erst eiucn kleinen Theil ItaliA,gesehen, als Baggesen durch unerwartete zamilienereigniffe zu"wgerufen wurde. Fernow fand in dem Baron Herbert und dem NAfen Burgstall zwei Gönner, die iftn in den Stand setzten, si-dnoch nach Rom zu begeben und sich dort einige Zeit aufzuha>"AIm Jahre 1794 kam er daselbst an. Entzückt durch die kuustrelAUmgebungen d"r alten Weltgebiererin, geleitet uns gekräftigtseinen väterlichen Freund Carsten, den er in Mam fand, und «^dem er zusammenzog, begann er jetzt die Theorie und Geschick"Kunst, so wie die Sprache und Dichter Italiens mit Eifer j"diren; seine Ansichten erweiterten und berichtigten sich, und als ,Unterstützung'seiner Gönner aufhörte, wußte er durch Vorlest'^sich in den Stand zu setze», seinen Aufenthalt in Rom fortz«'/?,^
Nachdem Fernow mehr als acht Jahre in Nom aus das nMAStudium der Kunst gewandt, und seinen Geist mit den iw,j,sten Kenntnisse» bereichert, nachdem cr im Laufe dieser ?eft ^neu innig geliebten Earsten in seinen Armen sterben sehen, »ich j,in seinem z 6 . Jahre die ihm angeborne Neigung zur HäusftwAxbewogen hatte, sich mit einer zwar weder reichen noch schönen," ^durch Herzensgüte und häusliche Tugend sich empfehlende »zu verheirathen, erwachte in ihm der Wunsch, in sein ,»
zurückzukehren, um in ciuem angemessenen Amte seiner Fan"'"„j-neu anständigen Unterhalt zu gewähren lind die Früchte seines 0.,,,ßes zu genießen und der Welt mitzutheilen. Ein Ruf, als a>'^,ordentlicher Professor auf der Universität Jena entsprach diesen Är-schen, und bewog ihn im Jahre izoz Rom mit den Setnigen zulassen. Aber auf dieser Reise sog er das Uebel ein, das aie ^schleichendes Gift seitdem unablässig an dem Keime seinesnagte unh ihn leider so früh zerstörte. Pohl «ufgenommcn iss "