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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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w« begab er sich nach Jena, und begann seine Vorlesungen trotz desM der Reise bekommeneu Fiebers, das ihn nie wieder völlig ver-"vß; trotz der Gährung, worin sich die Universität damals befand,vno trotz der für ihn daraus entspringenden drückenden Verlegenheit.<wcr diese ungünstige Lage dauerte nur bis zum Frühjahre 1804, wo" die dnrch den Tod des Rath Jagrman» erledigte Biblivthekarstellevsl der verwittwctcn Herzogin Amalie bekam, und dem gemäß nachWeimar zog. Dieses Amt gewährte zwar kein hinreichendes Aus-kommen, raubte aber auch nur sehr wenig Aeit, und hätte Fernowvollkommen in den Stand gesetzt, in ungestörter Muße den Schatz>"ncr Kciintnissc zu verarbeiten und in trefflichen Werken der Weltvorzulegen, wenn nicht seine immer mehr zerrüttete Gesundheit ihm«ur j„ Zwischenränmen eine freie Geisteslhätigkeit verstattet und ihmvielfache körperliche Leiden zugezogen hätte, denen er, nachdem ervergebens in Karlsbad und Bibcrstein Genesung gesucht hatte, am5 -December ,828 erlag. Er starb an einer unheilbaren Pulsaderge-nvwulst in einem Alter von kaum 4z Jahren, nachdem er schon invon Erstlingsgaben seiner grammatischen und ästhetischen Forschen,-»e>, Werke von bleibendem Werthe geliefert hatte. Eine Freundin.^ Verstorbenen, Johanna Schopenhauer, hat uns seine Lebeus-Msande in einer eigenen Biographie auf eine Fernows würdige'volch mitgetheilt.

Fernrohr, auch Sehrohr, Pcrspectiv, Telescop, Tubus ge-ahnt, werden wegen ihrer genauen Verwandtschaft unter einer Nn-zusammengefaßt. Das Fernglas ist ein einzelnes Glas, wel,^0» entweder auf beiden oder nur auf einer Seite bobl geschliffen ist,dazu dieut, entfernte Gegenstände zu verdeutlichen. Das Fern-hingegen ist ein aus einer oder mehreren in einander geschobenenü!??v."n bestehendes Werkzeug, welches eimge kunstmäßig geschliffene

und

Welche, entfernte Gegenstände uns näher und vergrößert vors Auge»evracht werden. Telescop ist wie Tubus eigentlich ein allgemei-Name für jedes Fernrohr, doch bezeichnet man damit vorzugs-j° 1 >se diejenige Art der Fernröbre, bei wel»en statt des Obicktivgla-

>n gehöriger Entfernung eingesetzte Gläser en'bälk, und durch

ses

der» " Spiegel gebraucht wir» (Spiegelteleskop). Die Erfindungsten vngläser und Fernröbre gehört zu den wichtigsten und nützlich-N»,'.Sie macht den Anfang des 17. Jahrhunderts zu einer in derDen ," der Dioptrik und Astronomie unvergeßlichen Epoche,bie waren sie völlig unbekannt, und ungeachtet der Spuren,sind?» d'i Baco und Andern von dem Gebrauch geschliffener Glaserkönnen doch erst die Jahre 1608 und iüoy als die wahreSing d'vser Erfindung angesehen werden, welche von Holland aus?klnbe'u, " daß wir den Urheber derselben genau anzugeben wissen.^ a Nachrichten nennen rinn, Brillenmacher in Middclburg,

gerab- damals Professor der Matbematik zu Padua, befqnd sichNkvri» >" Nenediq, als er börtc, daß man in Holland dem PrinzenHeg-n.-?. ? Nissan ein Werkzeug überreicht bade, welches entferntestätiar, , e nähere und verdeutliche. Ein Brief an« Frankreich be-die die Sache, und sein scharfsinniger Geilt errieth schneit

pl,ni°n!''"""'letzung. Ein Versuch, den er sogleich mit einem8iöh., s ven und planconcaven Glase anstellte, die er in eine bleierne2 >esa>a-Me., entsprach seiner Erwartung, ungeachtet der schlechte»^ilte ea n-» der Gläser. Er ve, fertigte ungesäumt ein besseres,vcn Een-tvren der Republik vor, und erntete Bewunderung