Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Feß 589

^kbaltnngsienat, nachdem er kurz vorher zum Großakmosenier"" skantreich ernannt worden und das rvtbe B ind der Ehrenlegionn»» « hatte. Im Juli drffelden Jahrs überschickte ihm der Königvpanieo den Orden des goldenen Vließes. 2 m Mai i«oü er-der damalige Fürst Primas und jetzige Großberzog von„ j""»rt zu seinem Coadjutor nnd Nachfolger, welcher Anwartschaft.f 'bdoch ls,<2 entsagte, als Napoleoo den Vicekönig von2talicn zum^afiigkn Großherzv, von Frankfurt bestimmte. Dafür ernannte ihn2 °»'on nach dem Lvoe des alten Crzbischoss von Paris Dcbellv»dessen Nachfolger.

. seß und Marokko, auf der nordwestlichen Küste von Afrika,»ver st genannten Barbarei (Berberei). Beide Staaten sind unter.'"sm Sultan oder Kaiser vereinigt, der mit unumschränkter Gewalt«,P"t. Der Flächeninhalt beträgt gegen 8c»o Qnadratmeileu. DasLa, x" wegen der verschiedenen Arme des Atlasgebirgcs, die da««no durchstreichen, nnd wegen der Nähe des Meeres gemäßigt. Det»wn"d fruchtbare Boden bringt Getreide im Ueberfluß, Wein, Baum-und Eüdslüchte hervor; und die Viehzucht, hauptsächlich die"drzncht, ist vortrefflich. Die Einwohner bestehen ans Mauren^^dern), Berbern und Juden. Der Monarch allein treibt See-auverci, und dafür müssen ihm die Europäischen und seefahrenden^ «llvncn einen jährlichen Tribut entrichten, wiewohl seine Flotteur aus ro Fahrzeugen besteht. Feß ist die wichtigste Stadt desAl'Hs, mit 70,000 Einwohnern und einem beträchtlichen Handel.,/^vkko, die eigentliche Haupt - nnd Residenzstadt, ist ziemlich

y>i .Keßler (Ignaz Aurelius), berühmt durch seine Schicksale nichtdur, - durch seine zahlreichen Schriften, wurde 1756 zu Dreß-L?» Ungarn geboren, trat 177z in den Orden der Kapuziner^todling, und wurde 1781 in das Kivster zu Wien versetzt. 2 ntdem ^ ernannte ibu Kaiser Joseph anfänglich zum Lektor, und nach-rr die theologische Doctorwurde angenommen, zum ordentlichen^cvfeffvr der orientalischen Sprachen und der Hermeneutik des alte»UUaments auf der Universität zu Lemb.rg. Zugleich wurde er aufDerlanaen gesetzlich aus dem Kapuzinerord.n entlassen. Seilts.^mr verwaltete er bis r?88 ; denn als er 1787 sein erstes Trauer-kk,, «idneyauf das Theater von Lemderg gebracht hatte, vern»k-cj„ "ibu ftl„e Feinde i» einen fiscalischen Proceß deshalb, denun-k,.',En d«s Scück als ärgerlich, gottlos, religionswidrig und avfrüh-sa»a v ""b nöthigten Feßler, der bei der eben aueg-'brochcnen eben»burch Ausklärnngssucht entzündeten Revolution in den Nteder-keiner günstigen Entscheidung seiner Sache entgratn sab, auchLaa» , vermuthenden nahen Tode 2 osephs seine ganze dortigeder».? ^ ^hr unsicher betrachtete, im folgenden 2 -bre sein Amt nie-und sich nach Schlesien zu flüchten. Hier fand er bei demh»d m " W. G. Korn zu Breslau, eine freundliche Ausnahme,stelle ^ . bald bei dem Erbprinzen von Earolatb vorrheilbaft ange-schafft^^ ihm, als er seinen Vater in der Regierung folgte, den wiffen-kherim?bn Unterricht seiner Söhne übertrug. 2 m I. > 7 »> trat rzur ln-^°n " klieligton über, ging 17g; na» Berlin, woselbst er privatisiere,

für die katholischen Angelegcnbeiten der neuorganisirten Pol-aig F" ^vv,„^n mit einem angemessenen Gehalt ward, und sich theil-et, - N^r, lheils als Erzieher thätig erwies. 2 " Berlin hcirathete"»cp aber diese Stadt 180z, ünd kaufte sich einen Landsitz in Alt!«-