Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Fie

kelte. Ficlbcng war von einem kräftige« Charakter und hohem Körper-wuchs. Seme Leioeuschafteu, ftme Begierden, seine Gefühle risse»ihn zu Crrremen hin. Uuerichutterlicd in der Freundschaft» war fei»Haß gleich heftig, doch wußte er die Aufwallungen desselben r»mäßigen. Er war als Gatte und Vater empfänglich für die Leidenseiner Familie, die er ihr leicht erspart haben würde» wenn er sichweniger von Unbesonnenheit und Verschwendung hätte beherrschen las»sen. Sein scharfes und treffendes Urtheil drang in die verborgenste»Falten des menschlichen Herzens, und ließ ihn die Gebrechen desselben,Eigenliebe, Falschheit, Eitelkeit, Geiz, Eigennutz, Undankbarkeit undTrägheit mit allen ihren Eigenthümlichkeiten und Schattiruugcn er-kennen und enthüllen.

b»«rs. der Jahrmarkt, die Messe. Daher Fiel anten «derxlronastts» Meßfieranten, Kaufleute, welche mir ihren Waa-ren die Messen beziehe».

Fiesco (cig. Giovanni Luigi de' Fieschi) Graf von Lavagna, er»feuriger, geuievoller Mann, entsprossen «us einem der edelsten Ge-schlechter Geaua's, dem die Natur »eben allen Eigenschaften, welchedie Lrebe und Bewunderung der Menge zu fesseln vermögen, einHerz voll ungemessener Ehrsucht und Herrfchbegier gegeben, und detdem täuschenden Schimmer einer Krone einen glücklichen -Privatstandaufopfernd, fast am Ziele eines kühnen Unternehmens von der Ra-che des Schicksals ereilt ward. Fiese» war im 2 - >524 «dergeboren; eine .treffliche Erziehung bildete seine großen Anlagen undder frühe Tod seines Vaters setzte ihn in den Besitz eines große»Vermögens- Allein sei» eben so schnell ernachter Ehrgeiz ließihn desselben nicht ruhig genießen. Schon im eilstcn Jahre war eriu eine Unternehmung, wider sein Vaterland verflochten, welche ""sonst verdienstvoller Genueser aus Unzufriedenheit mir der Regle»rung auszuführen suchte, uud nur seine große Jugend rettete rd»von der Strafe. 3 « 3 - 1544 «abm er an einem andern Entwürfe,Genua mit Französischen Truppen zn überfallen, Theil, was jcd°Aunrcrblieb, well das dazu bestimmte Französische Corps auf fernemMarsche von einem Corps Oesterreicher geschlagen wurde. Fiesco »Ehrgeiz war aber bald nicht mehr die einzig« Triebfeder, diezu neue« Unternebmunge» anreizte; ihr geiollrr sich auch Eismumauf das große Ansehen der Familie Doria uud ein durch erlitte"»Beleidigungen in ihm aufgeregter Haß gegen den juugen 3.« i>a«Doria bei, welchem durch seluen Vetter, Andreas Dokia, t«die Zukunft dessen Ehrenstelle« am kaiserlichen Hofe zugesichert w -ren Fiesco sah kein anderes Mittel, den künftigen Regentenvua's zu stürze«, als durch den Umsturz der ganzen Regiern«» Aser Republik; und da Frankreich und der Papst schon längst m"

»»« und Doria uud übe! Haupt mit der Macht des Kaisers wUen unzufrieden waren, so wendete er sich an beide- Er »Enach Rom: die ihm von dem Papst vorgeschlagenen Beengungnahm er nicht sogleich au, kaufte jedoch vier Galeeren, die »erzu bemannen versprochen hatte, unter dem Vo> wände, l>e »mer ,nein Bruder HleronvmuS gegen die Türken kreuzen -u m,,2OOO Mann Hülfstruppen waren ihm überdies von dem ver-og.^Parma versprochen. Durch diese Zusichcrunaen ausgemvolerr,Johann Vor a's wachsende» Uebeiwurb noch mehr ecbMert.er schon iu die päpstlichen Bedingungen grwillcqel, >l» er I>»schloß, seine drei vertrautesten Freunde, Vinceulius Calcagu«,